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  • The Lean Sprint
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"True startup productivity is not just making more stuff, but systematically figuring out the right things to build."

  • Eric Ries in "The Lean Startup"

Lean Startup-Methoden für die Entwicklung von Produkten & Services

In seinem Buch "The Lean Startup" beschreibt Eric Ries eine Sammlung von Praktiken, die Entrepreneuren (ob nun in einem Startup, einem Mittelständler oder einem großen Konzern) helfen sollen, ihre Erfolgschancen bei der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen unter großer Unsicherheit zu erhöhen. Sie basiert auf Ideen aus dem "Customer Development" (nach Steve Blank) sowie der agilen Softwareentwicklung.

Das Konzept hilft dabei, die Strategie zu testen und herauszufinden, welche Teile davon erfolgsversprechend und welche nicht erfolgsversprechend sind.

Auf dieser Basis hat Ash Maurya diverse Vorgehensweisen entwickelt, um den Lean Startup-Ansatz in die Praxis zu überführen. Mit dem "Lean Sprint" überführt er eine weitere agile Praxis in die Welt der Lean Startup-Vorgehensweisen.

Sprints in Scrum

Das Vorgehensmodell "Scrum" haben wir in unserer Infothek ausführlich beschrieben. Eine der Kern-Elemente von Scrum ist die Einteilung in feste Zeitfenster (Timeboxes), die sogenannten "Sprints". Im Rahmen dieses Zeitfenster, das dem gesamten Team einen festen Ablauf bietet, finden immer wieder die gleichen Scrum-Events statt: Sprint-Planung, Daily Scrums/Standups, Review und Retrospektive.

Der feste Ablauf soll dazu beitragen, das Team in einen produktiven Takt zu bringen, so dass auch tatsächlich Ergebnisse erzielt werden. In diesem festen Takt von z.B. 2 Wochen wird dann auch das Ergebnis des Teams betrachtet und gemeinsam über die Zusammenarbeit reflektiert.

Ash Maurya stellt 3 wesentliche Unterschiede zwischen Scrum-Sprints und Lean Sprints heraus:

1. Die Ziele sind andere: In Scrum-Teams wird darauf fokussiert, lauffähige, inkrementell verbesserte Software auszuliefern. In diesen Auslieferungen wollen wir besser werden und durch entsprechende Maßnahmen den Output erhöhen. Häufig wird hierzu die "Velocity", die Entwicklungsgeschwindigkeit, gemessen. In "Lean Sprints" wird auf Traction abgezielt, auf den Nachweis, dass wir mit der Iterationen einen Beitrag zum Aufbau eines nachhaltigen Geschäftsmodells geliefert haben.

2. Die Beteiligten sind andere: Ein Scrum-Team besteht aus dem Produktentwicklungs-Team (Konzeptioner, Designer, Entwickler,...), einem ScrumMaster und Product Owner. Bei einem Lean Sprint werden aktiv zusätzliche Stakeholder einbezogen, die z.B. aus der Beratung, dem Verkauf oder der Geschäftsführung kommen können.

3. Timeboxen diktieren keine Build- oder Release-Kadenzen: Während in Scrum vom "potentially shippable product" die Rede ist, werden die Timeboxen in einem LEAN Sprint nur genutzt, um eine Entscheidung zu forcieren, und nicht, um den Release-Zyklus anzutreiben.

Eine ausführlichere Beschreibung der Lean Sprints befindet sich in unserem Blog: Teil 1, Teil 2. (Der englische Original-Text von Ash Maurya)

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