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  • Der Podcast von Seibert Media! - Staffel 3 - Folge 3: Software-Unterstuetzung für die Agile-Skalierung nach SAFe
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INFORMATION
Kickass Software, Rock 'n' Roll Teams
Kickass Software, Rock ’n‘ Roll Teams ist der neue Podcast von Seibert Media. Hier gibt es wöchentlich neue Inhalte rund um die Themen Atlassian, Google und Agilem Arbeiten.
Unseren Podcast erscheinen selbstverständlich auf allen gängigen Plattformen und als Beitrag im Seibert Media Blog.



DIE NEUESTE FOLGE



VERFÜGBAR AUF

Software-Unterstützung für die Agile-Skalierung nach SAFe

Veröffentlicht am 02.September 2020


Wie können Teams einzelne Remote-Kollegen möglichst gut und eng integrieren? Welche Technologien sind für verteilte Teams besonders hilfreich? Welche Tipps gibt es für Leute, die jetzt erstmals in der Home-Office-Situation stecken? Und wie lässt sich auch unter den neuen Umständen ein teamübergreifender Zusammenhalt im Unternehmen fördern?

Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es in unserem Podcast.


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Blogartikel





Behandelte Themen

Einführung von Matthias Rauer

Braucht SAFe Softwareunterstützung?

Wie ist Agile Hive grundsätzlich entstanden?

Was fehlt Jira, um SAFe digital abzubilden und was fügt Agile Hive Jira hinzu?

Spielen andere Tools oder Confluence eine Rolle in Agile Hive?

Gibt es andere Produkte, die auch auf Jira aufsetzen?

Ist Jira Align die SAFe-Lösung von Atlassian?

Woran das Agile Hive Team gerade arbeitet und ein Blick auf die Roadmap

Ausblick auf die nächste Podcast-Folge (ein Buchprojekt und SAFe-Weiterbildung)





Transkription des Podcasts

Mit: Matthias Rauer und Peter Weingärtner von Seibert Media


Matthias:

Hallo und Willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Seibert Media. Wir wollen uns auch heute wieder über die Skalierung von Agilität nach dem Scaled Agile Framework SAFe unterhalten. In den letzten beiden Folgen haben wir mit Dr. Thorsten Janning von Kegon schon eine fachkundige Einführung in das Konzept gehört und auch schon ansatzweise darüber diskutiert, ob und inwiefern SAFe eine Software-Unterstützung braucht. Das können wir heute ein bisschen vertiefen. 

Mir ist mein geschätzter Kollege Peter Weingärtner aus unserem Entwicklungsteam von Agile Hive zugeschaltet. Hi Peter, schön, dass du dabei bist!


Peter:

Hallihallo Matze! 


Matthias:

Ich bin Matthias Rauer und gebe die Frage gleich mal an dich weiter. Papier und physische Boards auf der einen Seite, Tools und Software-System auf der anderen Seite, ja diese Diskussion und dieser Zwist, ist so alt wie agile selbst. Also braucht SAFe zwingend Softwareunterstützung, wie siehst du das? Wie sieht euer Team das?


Peter:

Also ich denke, es ist auf jeden Fall zwingend, weil wir so ein paar Dinge in Scaled ja schon drinstecken haben, die so ein bisschen Software-Unterstützung sehr nahe legen würden. Eben der Begriff Scaled also sprich wir sprechen von ganz ganz vielen Leuten, mal eben mit einem Scrum-Team auch Termine vor Ort zu machen, ist natürlich alles vergleichsweise unproblematisch und sicherlich auch ratsam, auch sowas wie ein Big Room PI-Planning sogar im SAFe-Kontext sind wir als überzeugte Agilisten natürlich von überzeugt, dass von Angesicht zu Angesicht das alles am besten funktioniert. Aber machen wir uns auch nichts vor, wenn wir eben mehrere hundert oder sogar mehrere tausend Leute in so einem Kontext eben zusammen arbeitend haben, dann funktioniert das eben nicht, wenn man es alles eben nur versucht irgendwie physisch zu machen. Wir brauchen diese Software-Unterstützung und spätestens seit Corona ist auch das Thema, wir wollen bei uns dann vielleicht den Big Room treffen, um halt eben so ein PI-Planning zu machen, eigentlich auch ein Stück weit ad acta gelegt worden. Das heißt, wir haben einfach die Notwendigkeit in Remote-Settings oder sogar komplett distributed, wie es dann so schön heißt, also jeder arbeitet für sich alleine von zu Hause aus, auch so große Events wie so ein PI-Planning umzusetzen. Und das ohne Software ist eben schlichtweg undenkbar.


Matthias:

Ja, da hat die Realität diesen alten Zwist vorübergehend beendet, richtig.


Peter:

Ja, ich kann vielleicht auch kurz dazu ergänzen, wir haben immer mal wieder auch die Situation gehabt auch schon vor Corona-Zeiten, dass Kunden gesagt haben, ja wir würden gerne unser PI-Planning halt eben irgendwie remote machen, weil das ist uns zu anstrengend, zu teuer, oder sonst irgendwas, alle Leute eben vor Ort zu bekommen. Klar, wenn man dran denkt, dass zum Teil die Teams eben auch auf verschiedene Kontinente verteilt sind, ist das sicherlich in irgendeiner Form auch nachvollziehbar. Da haben wir immer noch argumentiert, ja gut, dann müsst ihr eben halt das Geld ausgeben, wir sind alle davon überzeugt, dass halt eben das zusammen planen in einem großen Raum das Beste ist und dass man trotzdem nachher Software braucht, um die Ergebnisse dann auch durch das gesamte PI zu tracken, aber wie du gerade sagtest, ja, also die Realität hat uns da eingeholt und das Argument zieht eben jetzt nicht mehr. 


Matthias:

Dann lass uns mal konkret über die Lösung Agile Hive sprechen. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung für Atlassian Jira. Wie kam das Team eines Tages darauf, Jira für SAFe zu nutzen? Ist das ein verbreiteter Kundenwunsch, haben Kunden das an euch herangetragen oder habt ihr Versuche, das abzubilden mit Jira irgendwo beobachtet? Oder wie ist Agile Hive grundsätzlich entstanden?


Peter:

Ja, ich kenne die Historie auch eigentlich nur so, dass natürlich in der Produktentwicklung Jira einfach schon seit langer Zeit in fast jedem Konzern mindestens der Welt und auch in anderen kleineren Unternehmen irgendwo Anwendung findet und nach und nach auch immer mehr Anwendung findet. Also da hat Atlassian ja sicherlich einen guten Job gemacht, das Produkt eben in die Teams auch zu bringen und es wird ja wirklich sehr geschätzt in dem Umfeld und da eben SAFe zumindest jetzt grundlegend auch ein Framework ist, das die Produktentwicklung unterstützt, gibt es einfach da Überschneidungen auf der einen Seite. Also dieselben Leute, die SAFe einsetzen wollen oder werden oder tun, irgendwie die, die im Endeffekt irgendwie schon Jira nutzen. Es gibt da sicherlich auch viele, die das anders lösen, aber die Marktdurchsetzung von Jira ist natürlich in dem Zusammenhang schon sehr umfangreich und dementsprechend auch der Wunsch, auch dann eben SAFe mit Jira umzusetzen.

Insofern ist es sehr naheliegend und kommt tatsächlich auch wirklich von Kundenseite, ganz ganz häufig der Wunsch und die machen da auch immer wieder ihre eigenen Erfahrungen, wie man das halt eben auch ohne eine extra App halt eben erstmal versuchen kann. Und die teilen sie dann auch gerne mit uns. Insofern bekommen wir das schon mit.


Matthias:

Dann reden wir mal über konkrete Funktionalitäten. Was fehlt Jira, das man braucht, um SAFe digital abzubilden und beziehungsweise anders gefragt, was fügt Agile Hive Jira hinzu?


Peter:

Also ich denke, was relativ offensichtlich ist, ist, dass das Thema skaliertes Arbeiten agil, halt eben natürlich ein unglaublich komplexes Ding ist. Und wenn man sich dieses SAFe Framework anschaut, das halt auch eben auch ein sehr komplexer Ansatz ist. Aber mein Gott, es ist halt eben, wir reden eben von sehr sehr großen Lösungen und vielen Menschen, insofern das jetzt halt irgendwie abzutun wäre sicherlich falsch. Insofern ist es sicherlich ein Wunsch und auch ein Wunsch von uns als Seibert Media, als Produktentwickler, SAFe so einfach, wie es denn irgendwie geht, durch die Hilfe von Software eben zu machen im Unternehmen, dass man dann diese Komplexität einfach reduziert bekommt und sich halt eben aufs Wesentliche, sprich auf die Wertschöpfung im Endeffekt konzentrieren kann. 

Und was dazu fehlt, ist ganz offensichtlich, dass eben SAFe also faktisch aus bis zu vier Ebenen besteht, von den Teams über Programm-Level, das ist dann die Large Solution, wenn man sie dann eben einsetzen möchte als Unternehmen und eben auch das Portfolio. Und auch Scaled Agile selber rät natürlich dazu, erst einmal mit dem Essential SAFe anzufangen, also nur Team- und Programm-Ebene zu betrachten. So oder so stellt man relativ schnell fest, dass es auf der einen Seite die Hierarchien Möglichkeiten in Jira, zumindest im Plain Jira, einfach nicht da sind, weil wir da einfach eine ganz andere Struktur haben, die historisch gewachsen ist von den Issues über Epics und dann ist man eben schon im Projekt bei Jira. Vielleicht noch Subtasks verwendend, aber man kommt da schnell an seine Grenzen. Und selbst wenn man die Hierarchie jetzt mal im kleinen Stil, Essential SAFe, könnte man das mit einem Epic auch noch abbilden, fehlen einem eigentlich die Artefakte. Während auf der Issue-Ebene ja ganz viele Vorgangstypen eben auch hinzufügen kann, ist das zum Beispiel bei dem Jira Epic, das häufig als Feature auch gerne auf Programm-Level halt eben auch gerne verwendet wird, fehlen mir die Möglichkeiten, andere SAFe-Artefakte zu nutzen, wie zum Beispiel das ART of PI Eye Objective, oder die Enabler, wie sie dann heißen, Risiken und solche Geschichten. 

Also es ist sehr eingeschränkt das Plain Jira, was die Hierarchie angeht. Es ist sicherlich das Erste, was jedem in irgendeiner Form relativ schnell auffällt. Das man da auch dann auch diese begrenzten Reporting-Möglichkeiten hat. Und natürlich auch das Alignment auch dann eben einschränkt, dass man als Entwickler wirklich weiß, woran arbeite ich denn eigentlich. Worauf zahlt meine Arbeit hier in diesem Ticket im Endeffekt eigentlich ein und worauf zahlt dann dieses Feature wieder ein, das man da wirklich das, was man sich in SAFe eben wünscht, dass man das Alignment eben hinbekommt. Das ist eine Sache, die halt eben Agile Hive wirklich direkt erstmal über das Feature Project Hierarchies hinzufügt. 

Und dann das Nächste, das relativ offensichtlich ist, was viele auch mit irgendeinem Workaround versuchen, ist eben PI-Kadenzen herzustellen. Scrum kennen wir, dass das in Jira sehr sehr gut möglich ist, eben auch Sprints einzurichten, aber auf der Ebene drüber halt eben wirklich PI’s einzurichten, geht erstmal von Haus aus so nicht. Und dann fehlen eben dann oft auch noch die Workflows und vor allen Dingen auch das Wording, das ist auch oft ein Thema, das Kunden sagen, ja, wir wollen halt eben SAFe anwenden und jetzt sind wir in den Teams eigentlich sowieso ja schon relativ agil, aber gerade so im Management kommen halt eben dann irgendwie Leute von ihren SAFe-Trainings und haben dann eben diese ganzen fancy Begriffe gelernt und sagen hey, zeig mir das mal hier in Jira. Und dann heißt das dann auf einmal alles anders. Ist auch unter Umständen halt eben dann fürs Buy-in, für die Akzeptanz wenig förderlich. 

Das sind Sachen, die wir halt wirklich direkt mit ausliefern. Wir versuchen wirklich, SAFe by the Book to einfach wie möglich in Jira zu machen. So viel wie möglich auszuliefern und trotzdem flexibel zu bleiben. Also Workflows anzupassen und so weiter. 

Dann vielleicht noch zum Schluss, was eigentlich ein No-Brainer ist, aber im Standard Jira hast du eben keinen waited Job first, das fügen wir halt eben auch hinzu. Das sind so ein paar Highlights, die relativ offensichtlich sind, die schlichtweg in einem normalen Jira erstmal fehlen und, die mit Agile Hive direkt einfach draufgepackt werden. 


Matthias:

Okay. Das Produkt heißt aber Agile Hive. Heißt nicht Agile Hive SAFe in Jira, sondern Agile Hive SAFe mit Atlassian Tools. Wie sind dann da noch andere Atlassian Tools integriert? Confluence spielt irgendeine Rolle?


Peter:

Ja genau, richtig. Gerade bei einem so riesen Framework wie SAFe hat man natürlich nicht nur funktionale und prozessuale Dinge, die man in Jira eben wiederfindet, sondern man hat natürlich auch ganz viele Notwendigkeiten, Dinge zu dokumentieren, Dinge auszuarbeiten, ganz viel an Inhalten zu arbeiten, das nachzuhalten. Und man hat auch, auch also Team-Events, wie Retrospektiven, also alles, was in irgendeiner Form dann Softwaremäßig betrachtet in irgendeiner Form in Inhalten mündet. Und die willst du halt eben nicht in deinem Jira haben. Andererseits ist Jira nicht dafür gemacht grundsätzlich, das du halt eben so ein Ticket mit Inhalten voll haben willst. Und auf der anderen Seite ist es auch so, dass Jira ja, also die Tickets einem Workflow folgen und also auch Sachen irgendwann einfach dann DONE sind und damit auch aus den Augen, aus dem Sinn, sozusagen. Aber vielleicht die dahinter liegenden Inhalte aber auch längerfristig eine Bewandtnis haben. Insofern spielt Confluence schon eine sehr wichtige Rolle in dem Zusammenhang, als Content-Collaboration Tool. Es ist optional, also wir haben tatsächlich auch einen Kunden, oder zwei drei, mehr oder weniger, die eben gesagt haben, wir brauchen es nicht oder wir brauchen es erstmal nicht. Aber wir empfehlen es halt eben, um wie gesagt, SAFe so einfach wie möglich zu machen und wir liefern da auch eine ganze Menge mit aus. Checklisten, die man halt eben halt direkt nutzen kann und solche Geschichten. 

Und ich glaube was halt eben auch, Matze, noch ein Thema ist, jeder weiß, Dokumentation macht keinen Spaß und wird für viele irgendwie als Monkey Work wahrgenommen und was wir halt eben mit implementieren ist eine Funktionalität namens AutoPage, bei der wir die Möglichkeit geben, Dokumentation in Confluence, zumindest ein Stück weit zu automatisieren. Das heißt, du kannst mit irgendeinem beliebigen Trigger in Jira die Seiten-Kreation oder sogar Seiten-Bäume-Kreation in Confluence anstoßen, die dann auf Templates basieren und da können halt eben auch schon Informationen aus den jeweiligen Jira-Tickets mit übernommen werden und zum Teil auch im Sync gehalten werden. Also alles Sachen, die halt alle normalerweise viel manuelle Arbeit kosten, werden hier automatisiert und erleichtert einem im Endeffekt die ja, Dokumentation, oder was auch immer, genau. Das ist auch sehr flexibel einsetzbar. Also das kann man von einem Portfolio-Epic Creation bis hin zur Dokumentation von irgendwie der Arbeit in einem Team ganz flexibel einsetzen. 


Matthias:

Lass uns mal einen Blick über den Agile Hive Tellerrand hinauswerfen und mal vom Produkt ein bisschen wegkommen. Ihr seid wahrscheinlich nicht die erste und einzige Lösung auf dem Markt die sich die digitale Abbildung von SAFe vorgenommen hat. Wie sieht es denn eigentlich mit Mitbewerbern aus? Gibt es andere Produkte, die vielleicht auch auf Jira aufsetzen oder gibt es ganz dedizierte Scaled Agile Software, die SAFe auch kann? Gib doch noch einen kleinen Überblick. 


Peter:

Ja gerne. Also es ist natürlich so, dass es auch andere Apps gibt für Jira, die SAFe abbilden helfen, würde ich jetzt mal sagen. Ich gucke auch jetzt wirklich erstmal nur auf die Apps für Jira, weil wir darüber ja gerade hier konkret sprechen. Da gibt es sicherlich so ein paar alte Bekannte, sage ich mal, wie zum Beispiel das Portfolio for Jira, das jetzt umbenannt wurde von Atlassian in Advanced Roadmaps. Oder auch Big Picture, was häufig im Einsatz ist, oder auch Structure. Alles sehr eher generische flexible Tools, um in irgendeiner Form Projekt-Portfolio Management allgemein erstmal in Jira abzubilden. Die waren auch schon lange da vor SAFe, würde ich sagen. Oder zumindest hatten die ihren Fokus auch glaube ich alle nicht konkret jetzt auf dem Scaled Agile Framework von Lean Enterprises, wie es so schön heißt, sondern eher darin, dass man grundsätzlich eben so Dinge wie Hierarchien flexibel einrichten kann und dann auch Reporting hat und Dependencies eben auch tracken kann. Also alles auch zumindest überschneidende Bereiche, meist aber eben auch ganz offen auch nur Teilbereiche von SAFe. 

Der große Unterschied ist sicherlich der, dass wir bei Agile Hive ganz konkret sagen, wir wollen gar nichts anderes irgendwie abbilden helfen, zumindest jetzt erstmal, sondern wir wollen dieses verflixte Scaled Agile Framework eben so einfach wie möglich in Jira zu machen und konzentrieren uns auch wirklich darauf. Das heißt, so ein umfassendes Tool, das wirklich eigentlich alle Bereich von SAFe über alle Ebenen hinweg unterstützen hilft. Da ist mir kein anderes bekannt, das ansatzweise so umfangreich wäre. 

Was wir bis jetzt vor kurzem auch noch in unserem Produkt tatsächlich verwendet haben, ist das Easy Agile Programs, das ist wirklich ein sehr cooles Tool für alles, was PI-Planning angeht. Um halt eben als Teams in Breakout-Sessions, Features and Stories runterzubrechen. Die eigene Arbeit zu beschätzen, Kapazitäten zu beschätzen und überhaupt PI’s anlegen zu können und so weiter. Also alles, was in diesem Bereich ist, also gerade so für Essential SAFe, ist Easy Agile Programs sicherlich auch noch ein ganz toller Player am Markt, ja und die eben genannten und wenn jemand noch Ideen hat, was es noch für andere Tools gibt, die eben SAFe wirklich konkret unterstützen helfen, bin ich auch immer sehr interessiert. Also nehmt gerne Kontakt auf, da draußen!


Matthias:

Ja, da würde ich direkt mal Kontakt mit dir aufnehmen und den Namen Jira Align in Ring werfen. Jira Align ist ein Produkt, was Atlassian selbst entwickelt und vor ein paar Tagen bin ich auf einen Atlassian-Blog gescrollt und da war ein Artikel, wie Jira Align ihre PI-Planning unterstützt. Das ist ja eine klassische SAFe-Nummer. Ist Jira Align jetzt die SAFe-Lösung von Atlassian? Oder wie siehst du das? 


Peter:

Also, Atlassian würde das sicherlich so sehen und wir sehen das mit folgenden Einschränkungen natürlich auch. Jira Align war ja ursprünglich AgileCraft, Atlassian hat AgileCraft gekauft, weil es halt eben auch schon eine sehr gute Integration nach Jira gab, aber AgileCraft ist erstmal losgelöst von Atlassian entwickelt worden, weil du sagst, Atlassian entwickelt das. Ja, offiziell ist es jetzt zwar Atlassian, aber es ist von einem anderen Unternehmen entwickelt worden. Und dementsprechend sind die herausragenden Features von Jira Align eigentlich sehr weit darüber hinauszusehen, also über den Jira im Endeffekt. Das heißt, gerade so für ganz große Enterprises, eine heterogene IT-Landschaft an so ein Align anschließen zu können und trotzdem SAFe oder natürlich auch jede beliebige andere Frameworks, die man so kennt da draußen und auch Hybrid-Lösungen, planen und umsetzen zu können, da ist Align sicherlich sehr sehr stark. Es ist eben nicht spezialisiert auf SAFe und es ist zumindest bisher auch nicht jetzt spezialisiert auf die Anknüpfung von Jira. 

Und was man eben wissen muss, weil du das eben auch sagtest, noch im selben Atemzug quasi genannt hast, es ist eben keine, obwohl der Name Jira Align ist, keine Jira App. Es ist eine Standalone Cloud Software Lösung, die eine tolle Anknüpfung an Jira hat, aber es ist von der Zielsetzung und der Zielgruppe her doch, gibt es sicherlich Überschneidungen, aber doch noch einmal deutlich abgrenzbar auch von Agile Hive, das wie gesagt als Jira App in Jira drin ist und auch nur on premise. Also wir haben Hive bisher nur für Server und Data Center entwickelt. Und dann kommen halt gerne auch von Kundenseiten eben so Fragen, ob es eben auch mit Jira Cloud funktioniert oder ob man auch mehrere Jira Instanzen miteinander verknüpfen kann. Oder auch ganz andere Tools integriert werden können. Das sind alles so Sachen, wo wir dann halt eben sagen müssen, nein, es ist jetzt auch nicht unbedingt der Fokus von Agile Hive. Und das bestimmt dann eben so Momente, wo man sagt, ja da ist also Jira Align sicherlich eine gute, teils kostspielige, aber sicherlich auch sehr umfassende Lösung, die man an der Stelle empfehlen kann, wenn man eben sagt, wir haben eben nicht zwangsläufig alles in Jira und auch nicht on prem und auch nicht alles nur nach SAFe. 


Matthias:

Lass uns doch abschließend noch einmal einen Blick auf Funktion und Features werfen und den Stand der aktuellen Entwicklung. Was ist denn bei Agile Hive zuletzt dazugekommen? Woran arbeitet das Team jetzt gerade? Was wird vielleicht in den nächsten Wochen oder Monaten ausgeliefert? Gib mal ein paar Highlights!


Peter:

Ja, gerne. Also weil es gibt tatsächlich, wir haben das jetzt gerade schon so ein bisschen immer angesprochen, es passieren gerade sehr sehr viele Dinge und es werden sicherlich auch längerfristig auch viele Dinge passieren. Das Letzte, was wir halt eben gemacht haben, ist, dass wir Easy Agile Programs, was wir als Drittanbieter quasi fest im Produkt mit verankert hatten, abgelöst haben, durch eine eigene Entwicklung. Nicht, weil wir Easy Agile jetzt irgendwie jetzt blöd finden, sondern weil es uns natürlich viel mehr Möglichkeiten gibt, die Sachen viel besser zu integrieren und auch alles im selben Look-and-Feel zu haben und eben auch unserem Versprechen, dass wir SAFe so einfach wie möglich machen möchten mit Jira, nachzukommen, denn man braucht eben jetzt, oder sagen wir mal bald, im nächsten Release, was jetzt in den nächsten Wochen rauskommen wird, nur noch eine App zu installieren und zu konfigurieren und das ist wirklich für jemanden, der sich mit Jira auskennt, vergleichsweise einfach. Und das ist jetzt also so der große Wurf, was wir da drin haben. Und was da konkret drin ist, ist also, dass wir eben, dass wir alles, was PI-Planning angeht, also das Anlegen von PI-Kadenzen, inklusive der darin befindlichen Sprints oder Iterations, wie sie nach SAFe heißen und die Arbeit für die Teams in den Breakout-Sessions, um ihre Arbeit fürs nächste PI zu planen, und eben auch den gesamten ART nachverfolgen zu können, über so eine Art Programm-Board, bei dem man dann auch Dependencies von Feature-Seite dann eben nachvollziehen kann. Das sind alles Dinge, die jetzt eben ganz neu ins Produkt innerhalb des eigenen Produkts dann eben rauskommen und auch wirklich optimiert werden. 

Und die nächsten Schritte werden dann sein, dass wir einerseits da dann noch viele Erleichterungen bieten, dass man also einfach die Dinge fluffiger werden. Per Drag-and-drop eben auch Sachen gemacht werden können, die jetzt vielleicht noch irgendwo im Issue verankert sind. Also das wird eine richtig coole Sache. 

Und darauf aufbauend wollen wir auch die nächst höheren Ebenen auch noch einmal stärker berücksichtigen und bauen ein Roadmap-Feature, bei dem im Endeffekt also das Produkt- oder auch Portfolio-Management tatsächlich die anstehenden Portfolio-Epics, Capabilities und Features eben planen können, schauen können, wie die zeitlich zu orientieren sind, ob und wenn ja, wie das ganze halt eben wann umsetzbar ist. Solche Geschichten, also wirklich ein sehr umfassendes Roadmapping. Das halt eben dann auch dazu führt, dass gerade diese Hierarchie automatisch mehr oder weniger aufgebaut wird und man sich keine großartigen Gedanken darüber machen muss, die Issues auch noch richtig miteinander zu verlinken, sondern das ist eigentlich total easy von der Hand geht und damit eben auch das Reporting unterstützt wird. Das sind so Sachen, an denen wir jetzt also ganz konkret arbeiten, wo also auch noch ganz viel passieren wird. Also auch wirklich sichtbar passieren wird, im Produkt. 

Und dann das nächste, denke ich, weil es zumindest auch von Kundenseite aus sehr häufig nachgefragt wird, ist, wir haben für jede Ebene zwar schon ein sehr übersichtliches Reporting, das man also sofort immer sehen kann, wo stehen wir da gerade im Progress fürs PI und was wir jetzt noch dann irgendwie nachziehen werden, sind Charts und Diagramme, die man eben auch erwarten würde. Da arbeiten wir eng mit Kunden zusammen, um herauszufinden, was will SAFe auf der einen Seite und dann aber auch vor allen Dingen aber auch, was braucht ihr, liebe Kunden, denn tatsächlich in der Praxis. So Dinge wie Burn-Ups und Burn-Downs, Predictibility-Measure, Leadtime, Cycletime, also alle möglichen Charts und Diagramme, deren Daten wir jetzt zwar schon haben, aber die halt dann noch visualisiert werden müssen. 

Genau, also da gibt es noch einiges, worauf man sich da draußen freuen kann und ja, dann würde ich eigentlich an der Stelle auch sagen, dass sollte einen ganz guten Überblick geben und…


Matthias:

Cool, das klingt nach spannenden Releases. Wir werden da sicherlich auf die ein oder andere Art auch darüber berichten. Lass uns an dieser Stelle diese Podcast-Folge abschließen und auf die nächste Episode verweisen, in der wir uns dann mit einem interessanten Buchprojekt zum Thema beschäftigen werden und auch mal schauen wollen, wie und wo sich Interessierte über Scaled Agile und SAFe weiterbilden können. Vielen Dank Peter, dass du dir heute die Zeit genommen hast. 


Peter:

Matthias, ich danke dir. Jeder Zeit gerne und Danke auch da draußen!


Matthias:

Ja, ich danke euch auch da draußen, vielen Dank fürs Zuhören, bleibt uns gewogen und bis zum nächsten Mal, Tschüss!




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