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  • Mit Story Points schätzen
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Es gibt sehr viele verschiedene Arten Stories zu schätzen. Das Ziel aller Herangehensweisen ist es, besser einschätzen zu können, wie viel Arbeit das Team pro Sprint aufnehmen kann. Im agilen Scrum, spricht man über die Geschwindigkeit des Teams (oder Velocity).

Die Geschwindigkeit ist die Anzahl der 'Schätzungseinheiten' die ein Team, normalerweise, von einem Sprint zum nächsten abschließt. Im Endeffekt ist es eine Produktivitätsrate, die auf der Schätzung des Arbeitsvolumens basiert und die am besten in einer anderen Einheit als 'Zeit' gemessen wird.


Was sind Story Points?

Story Points sind die am häufigsten verwendete Einheit, mit der man die Dimension eines Vorgangs in einem Scrum-Team einschätzen kann. In einer typischen Planungssession, wird ein trivialer Bugfix wahrscheinlich als 1 oder 2 eingeschätzt, und ein größeres Feature vielleicht mit bis zu 12. Allerdings ändert sich die Skala dieser Punkte, von einem Scrum-Team zum anderen. Manche verwenden 1 bis 12, andere nur 1 bis 5. Was wichtig ist, ist dass immer dieselbe Skala verwendet wird, so dass die Geschwindigkeit konsistent kalkuliert werden kann.

Wenn ein Vorgang größer als die Skala eingeschätzt wird, sollte man diesen eventuell in kleinere Stories und Unteraufgaben aufteilen.


Story Points stehen hier im Mittelpunkt, da es die am meisten verwendete Schätzungsstatistik von Scrum-Teams ist. Atlassian und //SEIBERT/MEDIA verwenden auch Story Points. Ihre Firma verwendet vielleicht Stunden oder "Ideal Days". Wenn Sie mit Zeit schätzen, wäre das Kapitel "Schätzung und Zeitverfolgung konfigurieren" für Sie eventuell von Interesse.


"Sogar für erfahrene Entwickler ist es nicht möglich mit Stunden/Tagen präzise zu schätzen. Wir müssen einfach voraussagen können, was wir, realistisch gesehen und mit einem vernünftigen Grad an Sicherheit, fertig kriegen können. Story Points gewinnen immer."

~ Atlassian Entwickler

Warum Story Points besser als Stunden sind?

Langfristig gesehen, ist es viel sinnvoller zu messen, wie viel Arbeit ein Team pro Sprint erledigen kann, als zu schätzen wie viel Zeit jede einzelne Story in Anspruch nehmen wird.

Story Points ermöglichen den Teams, Stories im Vergleich zu anderen Stories einzuschätzen, anstatt eine Einschätzung, wie lange es dauern wird, jede einzelne Story abzuschließen, zu erzwingen. Die Geschwindigkeit wird also anhand der erledigten Story Points pro Sprint ausgerechnet. Nach einigen Sprints, stabilisiert sich die Geschwindigkeit und die Präzision der Schätzung wird höher (bzw. die Ungenauigkeit der Schätzung wird immer weniger).

Wenn man mit Stunden misst, ist das Problem, dass das Team höchstwahrscheinlich die 'Arbeitsstunden' des Sprints verwendet (mit etwas Pufferzeit) und dass das selten weder die Komplexität noch die Größe der Story reflektiert. Eine präzise Geschwindigkeit kann man schlecht erarbeiten, wenn Stories in Isolation geschätzt werden, und nicht im Vergleich zueinander.


Schätze mit Punkten, verfolge mit Zeit

Sie können, auch wenn Sie mit Story Points schätzen, die Zeit trotzdem verfolgen. Wenn Sie die Geschwindigkeit Ihres Teams kennen (egal mit welcher Einheit Sie messen), können Sie ungefähr abschätzen, wie lange es dauert bis geschätzte Backlog-Items fertig sind.

Jira Software hat aber auch zweckbestimmte Felder (verbleibende Schätzung und verbrauchte Zeit) mit denen Sie Zeit messen können, während Sie Story Points für die Schätzung verwenden.

Hinweis...

Sie müssen Board-Administrator sein, um Konfigurationsänderungen am Board vornehmen zu können. Wenn Sie das Board erstellt haben, sind Sie automatisch Admin.

  1. Gehen Sie zu Board > Konfigurieren > Schätzung

  2. Wählen Sie die gewünschte Schätzungsstatistik aus (Einheit der Schätzung) - Sie haben die Wahl zwischen Story Points, ursprüngliche Zeitschätzung, Business Value und Anzahl Vorgänge.

  3. Unter Zeitverfolgung, wechseln Sie zur Option Verbleibende Schätzung und Verbrauchte Zeit. Diese Option bietet einen besseren Überblick über den Ablauf der Verfolgung in Zeit-Einheiten.
    Wenn Sie sich für keine Zeitverfolgung entscheiden, können Sie den Fortschritt trotzdem über Berichte, wie das 'Burndown Chart', verfolgen.

Lernen Sie mehr über die Zeitverfolgung in Projekten und lesen Sie das Kapitel Schätzung und Zeitverfolgung konfigurieren.



Interessante Nebenbemerkung

Ungenauigkeit ist gut

Das Ziel der Geschwindigkeitsmessung ist, dass man auf einen Backlog, mit nicht besonders gut verstandenen Stories, zurückschauen kann und einschätzen kann, mit wie vielen Sprints man diese Stories abschließen kann. Es bedarf aber ein ähnlich hohen Grad an Unsicherheit für alle Schätzungen im Backlog. Die Ermittlung der genauen Geschwindigkeit ist auf die Gleichheit der Unsicherheit angewiesen. Aus demselben Grund sollte man Vorgänge NIE erneut schätzen, nachdem ein Sprint gestartet wurde.

Lernaufgabe

In Ihrem 'Dummyprojekt', klicken Sie auf Board > Konfigurieren > Schätzung und ändern Sie die Schätzungsstatistik auf eine der folgenden Optionen:

  • Story Points
  • Ursprüngliche Zeitschätzung
  • Anzahl Vorgänge

Beachten Sie die Unterschiede, wenn Sie neue Vorgänge erstellen und schätzen.


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