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Präsentation

Intranet?

Ein Intranet ist nur ein Rechnernetz, das nicht-öffentlich ist und früher oft nur eingeschränkte Funktionen (Protokolle) bot (insbesondere http/). Die Möglichkeiten mit dem Web 1.0 und in Unternehmen waren zunächst sehr eingeschränkt, entwickelten sich aber mit der Zeit.

Historie der Intranets 

  • Intranet (1.0): Mitarbeiterzeitschrift, Vorstandsbriefe, Dokumentation – alles durch wenige Redakteure/Autoren, klassischerweise Content Management Systeme. Litfaßsäulen der Unternehmenskommunikation und der Orga-Abteilungen.
  • Intranet 2.0: "Web 2.0", Interaktion, Kommunikation, Kommentare, Abstimmungen, Umfragen, Blogs.
  • Social Intranet: Nachfolge von Intranet 2.0, angereichert durch Profilinformationen, Statusnachrichten, Messages.
  • Enterprise Social Network: Teilmenge des Social Intranet, bei dem es um Verknüpfung und Vernetzung der Mitarbeiter über Profile, gemeinsame Interessen und Tätigkeiten geht ("Facebook im Intranet")
  • Digital Workplace (s.u.)

Was ist grundsätzlich unter Digital Workplace zu verstehen?

Nach Jane McConnell, Netjmc, lässt sich der Digitale Arbeitsplatz am einfachsten als ein Ökosystem von Plattformen, Technologien und Diensten umschreiben:

The digital workplace is often described as an ecosystem of platforms, technologies and services.

Auf Basis digitaler Infrastruktur, textlich, auditiv und visuell, unabhängig von Ort und Zeit

  • Mitarbeiter über wichtige Entscheidungen und Neuigkeiten informieren
  • Strukturen und Prozesse abbilden
  • Interne Kommunikation abbilden und ermöglichen (Kommunikation, Interaktion, Vernetzung)
  • Suche und Wissensmanagement ermöglichen
  • Organisation (z.B. Termine, Aufgaben) und Zusammenarbeit fördern
  • Projektmanagement unterstützen

Wie lassen sich Begriffe wie Social Intranet, Social Network, Digital Workplace voneinander abgrenzen? (Siehe oben)

Warum wurde das Intranet "social"?

Kommunikationstheorien und die Verantwortlichen in Unternehmen (auch heutzutage oft) vereinfachten: Kommunikation und Zusammenarbeit funktioniert nach dem Sender-/Empfänger-Modell.

Kommunikation und Kollaboration sind nicht-linear und keine reinen Ursache-/Wirkungsbeziehungen. Sie waren es de facto auch nie im Unternehmen (z.B. Kaffeeküche, Flurfunk, Kantinengespräche)

Netzwerk- und Systemtheorien in der Kommunikation/Kybernetik (z.B. Luhmann, Vetter) 

Faktoren:

  • Mehrere Gebäude auf einem Gelände
  • Mehrere Standorte,
  • Mitarbeiter müssen unabhängig von ihrem Standort und ihrer Zugehörigkeit zu einer Organisationseinheit mit anderen zusammenarbeiten
  • Das Unternehmen arbeitet mit Partnern wie Lieferanten, Kunden, Technologieträgern etc. zusammen

Herausforderungen

  • Ständig steigende Komplexität der Unternehmensumwelt (Globalisierung, Allianzen, Marktkonsolidierungen)
  • Steigende Veränderungsgeschwindigkeit der Umwelt
  • Dementsprechend komplizierte interner Unternehmensstrukturen, 

Herkömmliche Tools wie Email oder Telefon sind für rein hierarchie- und prozessgesteuerte Strukturen geeignet, nicht aber für Vernetzte 

Digital Workplace bietet Lösungswege, wofür aber die Unternehmensstrukturen angepasst sein müssen und neben Hierarchie und Prozessen auch Netzwerke etablieren und fördern müssen. 

Welche Möglichkeiten und Potenziale bietet der Digitale Arbeitsplatz Unternehmen und Mitarbeitern?

  • Flexibilität/Agilität
  • Attraktivität 

James Tyer (Global Lead of Social Collaboration bei der Kellogg Company):

You can be more networked, you can be more agile, you can respond to consumer demands, industry market demands, and employees.

Welche Grenzen hat der Digital Workplace heute?

In Unternehmen ist oft eine große Bandbreite von Mitarbeitern – Alter, Verhalten, Kultur (s.u.)

Der Mensch ist ein soziales Wesen – deswegen Kontakt und Austausch auf persönlicher Ebene mit mehr Sinnen als einem Bildschirm.

Was haben Werte und Kultur mit dem Digitalen Arbeitsplatz zu tun?

Edgar H. Schein: 3-Ebenen-Modell, in dem jenseits von dokumentierten Prozessen/Anweisungen „Artefakte“ existieren. „Wir machen das hier so und so“ – auch wenn es keine Dokumentation gibt. Krawatte oder nicht? Duzen oder Siezen. Das können Anzeichen für hierarchiegesteuerte Unternehmen, d.h. eine Kultur des „Order Mufti“-Verhaltens, sein.

Was können Unternehmen tun, um die Digitale Transformation in ihren Organisationen zu unterstützen?

  • Task Force bilden, 
  • Botschafter, Evangelisten identifizieren
  • Als Führungskräfte vorangehen und führen (z.B. Otto)
  • Politik der kleinen Schritte
  • Änderungen und Fehler zulassen 
  • Einfach machen, ausprobieren, zuhören. Mit kleinen Initiativen starten, auch wenn der Erfolg nicht hundertprozentig garantiert ist.
  • Den Digitalen Arbeitsplatz als strategische Ressource betrachten und als solche managen.
  • Die höchste Ebene mit Verantwortung auf Vorstandsebene (C-Level) oder direkt darunter legen.
  • Das obere Management nimmt selbst Teil an Initiativen des Digitalen Arbeitsplatzes, zeigt nachhaltige Unterstützung.
  • Human Resources ist aktiv im Digitalen Arbeitsplatz und ist an der Entscheidungsfindung beteiligt.
  • Ein Community-Management als explizite Rolle im Unternehmen etablieren
  • Regelmäßig durch Kampagnen mit Erfolgsberichten (Success Stories) unterstützen.
  • No labels