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Java-Anwendungen wie Jira und Confluence laufen in einer Java Virtual Machine (JVM) statt direkt im Betriebssystem. Sobald sie gestartet wird, erhält die JVM ein bestimmtes Kontingent an Speicher, den sie der Anwendung zur Verfügung stellt. Per Voreinstellung werden einer JVM 64 MB Speicher zugewiesen, egal wie viele Gigabyte Speicher der Server hat. Für mittlere bis große Jira-Instanzen sind 64 MB jedoch nicht ausreichend. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Erhöhung des sog. Heap Space Memory.

Diagnose

Jira-Nutzungsmuster ermitteln

Gehen Sie in Jira auf Administration > System > Troubleshooting and Support > System Info und scrollen Sie nach unten bis zur Sektion Java VM Memory Statistics und sehen Sie sich zu Spitzennutzungszeiten den Speicher-Graphen an:

Dieser Server hat ein zugewiesenes Maximum von 768 MB und ein Minimum von 256 MB. (Wird typischerweise im Script setenv definiert, das durch die Ausführung des Scripts start-Jira ausgeführt wird.)

Wenn Sie überprüfen wollen, ob Ihre Jira-Instanz Ihre Einstellungen übernommen hat, müssen Sie an dieser Stelle nachsehen. Hier können Sie z.B. sehen, dass Jira 742 MB reserviert hat oder dass 190 MB aktuell genutzt werden. Wenn die Jira-Instanz "out of Memory" wäre, hätte sie das verfügbare Maximum (768 MB) reserviert und würde einen fast ebenso hohen Anteil in Nutzung ausweisen.

Den verfügbaren Systemspeicher ermitteln

Windows

Wählen Sie im Dialog Close Programs (Shortcut STRG-ALT-DEL) das Tab Performance:

Die als verfügbar ausgewiesene Speichermenge in Kilobyte steht Ihnen zur Verfügung, um sie Jira zuzuweisen. Auf diesem Server sind das höchstens 214 MB.

Linux

Führen Sie

cat /proc/meminfo

aus, um die Speichernutzung einzusehen.

Das Setzen von -Xmx höher als das verfügbare Volumen auf dem Server birgt das Risiko von OutOfMemory-Fehlern aufgrund nicht ausreichenden physischen Speichers. Wenn das passiert, nutzt das System sog. Swap Space, was die Performance drastisch verschlechtert.

Richtwerte

Als Faustregel kann gelten: Wenn Sie weniger als 5.000 Vorgänge haben, sollte Jira gut mit den voreingestellten 768 MB laufen.

Garantiert man Jira zu viel Speicher, kann auch das die Performance beeinflussen. Daher sollten Sie mit 768 MB beginnen und moderate Erhöhungen durchführen, falls nötig. Als weitere Faustregel: Eine Instanz mit 40.000 Vorgängen läuft mit 768 MB bis 1 MB gut.

Speicher erhöhen

Linux

Heap-Space-Speicher in Linux-Installationen erhöhen

  1. Im Verzeichnis <Jira Installation Directory>/bin (oder <Tomcat Installation Directory>/bin bei Jira-WAR-Installationen) die Datei setenv.sh öffnen.
  2. Die Sektionen JVM_MINIMUM_MEMORY= und JVM_MAXIMUM_MEMORY= finden.
  3. Siehe oben unter Diagnose und die passenden Werte eingeben.

Windows (Start aus .bat-Datei)

Konfiguration in Windows-Installationen, wenn der Start von der *.bat-Datei aus erfolgt:

  1. Im Verzeichnis <Jira Installation Directory>/bin (oder <Tomcat Installation Directory>/bin bei Jira-WAR-Installationen) die Datei setenv.bat öffnen.
  2. Die Sektionen set JVM_MINIMUM_MEMORY= und set JVM_MAXIMUM_MEMORY= finden.
  3. Siehe oben unter Diagnose und die passenden Werte eingeben.

Windows Service

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Konfiguration der Systemkapazitäten, wenn Jira "as a Service" gestartet wird: über die Kommandozeile oder über die Windows Registry.

Konfiguration für Windows Services via Kommandozeile

  1. Den Namen des Services identifizieren, als der Jira installiert ist ( Control Panel > Administrative Tools > Services ):

    (In diesem Beispiel lautet der SERVICENAME Jira030908110721)
  2. Das Command-Fenster öffnen (Start > Run > 'cmd' eingeben > 'Enter' drücken)
  3. Mit 'cd' zum Unterverzeichnis  bin des Jira-Installationsverzeichnisses navigieren (oder zum bin-Unterverzeichnis des Tomcat-Installationsverzeichnisses, wenn Jira unter WAR-Distribution läuft).
  4. Ausführen von

    tomcat6w //ES//%SERVICENAME
    

    Im obigen Beispiel wäre dies:

    tomcat6w //ES//Jira030908110721
    

  5. Klick auf das Tab 'Java', um die aktuellen Startoptionen einzusehen:
  6. Maximalwert für die Speicherzuweisung setzen.

Konfiguration für Windows Services via Windows Registry

In einigen Windows-Versionen gibt es keine Option zum Hinzufügen von Java-Variablen zum Service. In diesem Fall müssen Sie die Optionsliste in der Registry nutzen.

  1. Start > Runaufrufen und regedit32.exe ausführen.
  2. Die folgenden Services-Einträge finden:
    32-bit: HKEY_LOCAL_MACHINE > SOFTWARE > Apache Software Foundation > Procrun 2.0 > Jira
    64-bit: HKEY_LOCAL_MACHINE > SOFTWARE > Wow6432Node > Apache Software Foundation > Procrun 2.0 > Jira
  3. Um die bestehenden Properties zu ändern, speziell die Erweiterung des Xmx-Speichers, den entsprechenden Wert doppelklicken.
  4. Um zusätzliche Properties zu ändern, Doppelklick auf Options.
  5. Hier die Speicherzuweisungen modifizieren.

Einstellungen verifizieren

Um zu verifizieren, dass die Einstellungen übernommen wurden, prüfen Sie die Datei <Jira Home Directory>/logs/atlassian-Jira.log oder catalina.out. Ein Bereich wie der folgende sollte am Anfang erscheinen:

JVM Input Arguments : -Djava.util.logging.config.file=/usr/local/Jira/conf/logging.properties -XX:MaxPermSize=256m

-Xms256m -Xmx384m -Djava.awt.headless=true -Datlassian.standalone=Jira

-Dorg.apache.jasper.runtime.BodyContentImpl.LIMIT_BUFFER=true -Dmail.mime.decodeparameters=true

-Djava.util.logging.manager=org.apache.juli.ClassLoaderLogManager -Djava.endorsed.dirs=/usr/local/Jira/endorsed

-Dcatalina.base=/usr/local/Jira -Dcatalina.home=/usr/local/Jira -Djava.io.tmpdir=/usr/local/Jira/temp

Suchen Sie nach den Einstellungen Xmx (Maximum) und Xms (Minimum).

Diese Anzeige finden Sie auch in der System Information.