Child pages
  • Der Podcast von Seibert Media! - Staffel 1 - Folge 6: Mitarbeiterbeteiligung und Nutzerakzeptanz im Social Intranet
Skip to end of metadata
Go to start of metadata


INFORMATION
Kickass Software, Rock 'n' Roll Teams
Kickass Software, Rock ’n‘ Roll Teams ist der neue Podcast von Seibert Media. Hier gibt es wöchentlich neue Inhalte rund um die Themen Atlassian, Google und Agilem Arbeiten.
Unseren Podcast erscheinen selbstverständlich auf allen gängigen Plattformen und als Beitrag im Seibert Media Blog.



DIE NEUESTE FOLGE



VERFÜGBAR AUF

Mitarbeiterbeteiligung und Nutzerakzeptanz in Social Intranets

Veröffentlicht am 25. März 2020


Ein Intranet kann nur mit vielen und auch aktiven Nutzern erfolgreich sein. Doch die Einführung eines solchen Systems kann auch mit einem kulturellen Unternehmenswandel einhergehen - dem nicht jeder positiv gegenüber steht.

Es gilt also aktive Überzeugungsarbeit zu leisten und Missverständnisse oder Ängste zu beseitigen und darzustellen, wie Intranets den Arbeitsalltag positiv beeinflussen.


Spotify Apple Podcasts Google Podcasts

Blogartikel



Behandelte Themen

Einführung von Alisa Tietz

Herausforderungen der Unternehmen bei der Einführung von einem neuen Intranet

Die Frage vom Sinn und Zweck von einem Intranet

Wobei unterstützt ein Intranet?

Transparenz und Kommunikationsformen in einem Intranet

Aktive Teilnahme im Intranet

Die Rolle der Multiplikatoren

Qualitätskontrolle von Inhalten durch Alle

Thema Datenschutz und Vertrauen

Leeres Intranet - anpassbares Design




Transkription des Podcasts

Mit: Alisa Tietz und Katja Weingärtner von Seibert Media


Alisa:

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Podcast von Seibert Media. Wir möchten uns in dieser Folge über die Mitarbeiter-Akzeptanz bei der Einführung neuer Systeme, wie zum Beispiel einem Intranet, unterhalten. Und über die Rolle der Mitarbeiter am kulturellen Unternehmenswandel. Mein Name ist Alisa Tietz und ich habe heute meine Kollegin Katja Weingärtner hier bei mir. Hallo Katja!


Katja:

Hallo Alisa!


Alisa:

Katja, ein Intranet lebt durch seine Nutzer, aber nicht jeder steht der Einführung einer neuen Plattform positiv gegenüber. Vor allem, wenn es mit einem kulturellen Unternehmenswandel einhergeht. Da ist große Überzeugungskraft gefragt. Kannst du beschreiben, vor welchen Herausforderungen Unternehmen bei der Einführung von einem neuen Intranet stehen und welche Faktoren da eine Rolle spielen. 


Katja:

Ich kann es mal versuchen. Also es gibt verschiedene Dinge, die wir mitbekommen bei unseren Kunden. Das eine ist natürlich ganz klar, dass wir Menschen Gewohnheitstiere sind. Jeder ist so in seinem Trott und arbeitet so in seiner Art und jedes Mal, wenn ein neues System kommt, mit dem jetzt die Menschen arbeiten sollen, gibt es natürlich die Skeptiker, die erstmal sich fragen, und auch zurecht, wofür ist das denn jetzt gut? Warum ist das besser, als ein anderes System was wir die ganze Zeit genutzt haben. Und das ist eben ein Thema, was es erfordert, das Unternehmen, die ein neues System oder ein Intranet einführen wollen, sich wirklich Gedanken machen sollten, wo stehen wir mit dem Unternehmen. Was ist auch das Ziel, was mit dem Intranet verfolgen und welche Schritte sollten wir gehen, um auch die Mitarbeiter alle abzuholen. 


Alisa:

Also es ist sozusagen eine Frage vom Sinn und Zweck von einem Intranet, was die Mitarbeiter sich einfach überlegen und fragen, also was habe ich für einen Mehrwert von dem neuen System.


Katja:

Genau, also bei jeder Änderung einer Gewohnheit fragt man sich natürlich, warum soll ich das tun. Vor allem, wenn es sich nicht jemand selber ausdenkt. Und der Sinn und Zweck ist immer wichtig, weil ein Intranet ist nicht zum Selbstzweck da. Ein Intranet hat ja bestimmte Ziele und soll bestimmte Ziele erreichen für das Unternehmen oder die Mitarbeiter. Und bei einem Kulturwandel geht es dann häufig darum, dass es auch um Digitalisierung geht, darum dass die Menschen ihr Wissen teilen sollen. Und das sind eben alles Themen, die gehen eben auch um jeden einzelnen als Persönlichkeit und um die Gewohnheiten von jedem selbst. 


Alisa:

Und wenn sich Mitarbeiter jetzt überlegen, welchen Mehrwert haben sie, überlegen sie auch oft irgendwie, welche Jobs erfüllt das Intranet eigentlich in meiner täglichen Arbeit. Vielleicht können wir darauf noch einmal ein bisschen eingehen. Also, wobei unterstützt ein Intranet.


Katja:

Also es gibt sicherlich Anwendungsfälle und Jobs, die auf ganz viele Unternehmen zutreffen. Das ist zum Beispiel, dass man weniger E-Mails schreiben möchte oder dass das Unternehmen bei den Intranets schon etabliert sind, kollaborative Intranets, die Erfahrung machen, dass Arbeitsabläufe deutlich effizienter werden, dass der Job also ist, mein Wissen an irgendeine Stelle zu geben, an der ich es später auch wiederfinden kann und auch andere Kollegen es wiederfinden, das Wissen zu teilen. Oder ein anderer Job ist, auf dem neuesten Stand zu sein. Wir sind neugierig, wir wollen wissen, was passiert und was muss ich für Informationen für mein Unternehmen und mein Projekt und mein Team haben. Und wenn ich also einen Ort finde, wie zum Beispiel ein Social Intranet, an dem ich morgens reingucken kann und erfahre alles, dann ist das zum Beispiel schon eine sehr wertvolle Sache. Es gibt andere Jobs, wie Ankündigungen zu machen, dass ich das Bedürfnis habe, auch Dinge mitzuteilen. Sei es, dass ein neuer Standort aufgemacht wird, dass der Geschäftsführer selber irgendetwas loswerden möchte, aber vielleicht auch, dass jemand sagen möchte, bei mir ist privat was ganz Tolles passiert und das möchte ich mit euch teilen. 


Alsia:

Wenn du sagst, es geht darum, dass auch Mitarbeiter irgendwie Information im Intranet teilen können, das ist ja für viele Mitarbeiter vielleicht auch etwas Neues, wenn es vorher viel über E-Mail kommuniziert wurde und jetzt man mit dem Intranet die Möglichkeit hat, irgendwie Information selbst auch zu teilen. Dann hat er einzelne ja auch irgendwie Verantwortung aber auch Möglichkeiten. Kannst du da noch etwas dazu sagen, zur Transparenz und zu der Kommunikationsform in einem Intranet. 


Katja:

Ja, also Transparenz spielt in einem Intranet, wie wir es uns vorstellen, eine riesengroße Rolle und eben auch das Abbauen von Hemmschwellen, Inhalte direkt an einen Ort zu schreiben, an dem das andere sehen können. Wir sollten auch gleich noch einmal über die Schattenseite davon sprechen, nämlich das Thema Datenschutz. Aber zu diesem Thema Inhalte teilen, jeder, der einmal die Erfahrung gemacht hat, in einem Social Intranet zu arbeiten, und seine Ängste überwunden hat, Inhalte zu schreiben und die auch ohne, dass sie auch zehnmal Korrektur gelesen wurden, eben zu öffnen, weil natürlich kann man ja auch Seiten beschränken und sagen, nein, die möchte ich erst einmal alleine für mich arbeiten. Ich möchte noch gar nicht, dass das jemand sieht. Aber schön ist es natürlich, wenn es möglichst früh transparent gemacht wird, damit ich als Kollegin auch weiß, okay, ich schreibe hier gerade mein Wissen auf, zu einem Thema, Akzeptanz für Intranets und du Alisa, hast das vielleicht auch schon gemacht.

Und wenn ich das aber vielleicht gar nicht weiß, gar nicht erfahren kann, ist das frustrierend nachher herauszufinden, dass es doppelte Arbeit war. Und die Erfahrung zu machen, was für ein Schub so ein Unternehmen oder so ein Thema auch bekommen kann, wenn man das Wissen das von alles zusammenbringt und auch eben gemeinsam an Dingen arbeitet, das das ist dann schon eine ziemlich coole Sache. Aber das Thema ist dann, wie komme ich als Unternehmen erst einmal dahin, dass die Leute sich trauen, das zu tun. Dass sie keine Angst haben davor, dass der Chef kommt und sagt, das ist aber noch nicht perfekt, was du hier gemacht hast oder auf der anderen Seite, wenn ich in deinem Dokument sehe, du hast da einen fetten Rechtschreibfehler drin, brauchen wir damit natürlich das Commitment, dass du damit einverstanden bist, wenn ich in dein Dokument reinarbeite. Und wenn aber alle erkennen, dass dadurch die Qualität deutlich steigt, kann das Ganze schon zum Selbstläufer werden.


Alisa:

Und hast du da Ideen, welche Maßnahmen da, ja, das steigern können, dass die Mitarbeiter sich einfach trauen und da ein Gefühl dafür bekommen, was sie einfach machen können im Intranet. Also soll die Unternehmenskommunikation da vorangehen und irgendwie zeigen, hier, ihr dürft alle aktiv im Intranet teilnehmen, kommentieren, posten.


Katja:

Genau, also das sind drei Aspekte. Einmal, Sinn und Zweck der Sache. Ich glaube, bei der Einführung von so einem System, ist es sehr viel Wert, gleich die Idee dahinter auch allen Mitarbeitern zu vermitteln. Viele unserer Kunden starten dann auch richtig coole interne Kampagnen, in denen erst einmal der Sinn und Zweck klargemacht wird. Das nächste Thema ist dann, auch so eine Art Verhaltensregeln aufzumachen. Das es so eine Art Regelwerk, Knigge, oder so etwas in der Art gibt. Und da eben auch beschrieben steht, welche Verhaltensweisen erlaubt sind und auch erwünscht sind. Und das dritte, was glaube ich, mit dem höchsten Effekt ist, dass es Leute vorleben. Weil, ich habe das bei mir selber erlebt, als wir vor vielen vielen Jahren hier bei Seibert Media ein Wiki eingeführt haben.

Die Hemmschwelle ist da, aber die Erkenntnis, wenn man dann merkt, was das für einen Effekt hat, ist einfach riesig und bei uns gab es eben auch Treiber, die das ganze Thema verstanden hatten und vorgelebt haben und auch die Kollegen darauf aufmerksam gemacht haben, wenn es vielleicht schlauer gewesen wäre, bestimmte Informationen vielleicht nicht per E-Mail oder in 1-zu-1 Gespräch nur zu teilen, sondern eben auch im Intranet zu teilen und das allen zur Verfügung zu stellen. Und das geht über Multiplikatoren. Ein Intranet-Projekt wird ja meistens von einem Projektteam im Unternehmen eingeführt. Es sind häufig Menschen aus der IT, die auch das Thema wie Confluence auch schon länger nutzen. Irgendwann finden sich dann meistens Unternehmenskommunikations-Mitarbeiter zusammen, dann sitzt jemand aus HR mit dabei oder dem Management. Sind das dann eigentlich ganz schön gemischte Teams, die dann solche Projekte zu meistern haben und wenn die schon einmal alle hinter der Idee stehen und die tragen das alle in ihre Teams und die ändern ihr Verhalten, das ist glaube ich das, was dann Wellen auslösen kann. Wenn die jemand nächsten überzeugen, ist das wie so wie ein Schneeball-System und kann sich dann auch fortsetzen. 


Alisa:

Ja also, so eine bewusste Einführung, Schritt für Schritt die Mitarbeiter an Bord holen und ja, wie du schon gesagt hast, mit den Multiplikatoren dafür sorgen, dass es wirklich auch in die Teams getragen wird und sozusagen sich verbreitet und positiv dann angenommen wird. 


Katja:

Genau. Ich meine auch, dann sind wir wieder beim Sinn und Zweck. Ich kann natürlich jedem erzählen, schreib jetzt das nicht als E-Mail, sondern schreibe es ins Intranet. Wenn der Mitarbeiter den Nutzen nicht erkennt, dann ist es natürlich nicht sinnvoll. Also es macht auch bei mini, kleinen Unternehmen, die unter zehn Mitarbeitern sind oder so, macht das vielleicht auch gar keinen Sinn, ja. Aber je größer Unternehmen werden und je verteilter die arbeiten und je weniger bekannt die Kollegen sind, desto sinnvoller wird das und natürlich sollte auch jeder Mitarbeiter eine Idee davon haben, welche Inhalte schreibe ich denn überhaupt rein. Wenn sich Teams darauf einigen, ihre Projektdokumentation in das Intranet zu schreiben und man einigt sich darauf und man macht die Erfahrung, alles, was ich zum Projekt wissen muss, finde ich auch dort an einer Stelle. Und muss nicht in alten E-Mails kramen oder nicht zu x Leuten laufen, um die richtige Information zu bekommen.

Die Information dort stimmen sogar, weil wenn ich einen Fehler mache und du siehst den und du korrigierst einfach mal das falsche Datum oder so, das ist eben für alle einfach gut. Und wir Menschen haben ja auch das Bedürfnis, unsere Erfahrungen mit anderen zu teilen. Wir kommunizieren ja die ganze Zeit und auch über Projekterfahrungen und Erfolge zu erzählen, anderen davon zu erzählen und das kann ja auch sehr sehr befriedigend sein dann auch wieder positives Feedback zu bekommen zum Beispiel. Was auch so klassische Use Cases auch noch sind, die glaube ich schon bei vielen so einen “Aha” Effekt auslösen, sind auch Meetingprotokolle oder so etwas. Sonst hat man eine Person, die hat dann den Auftrag, das Protokoll zu schreiben und macht das dann in Word und schickt das nachher per E-Mail an alle weiter oder so. Wenn es coole Vorlagen gibt für Protokolle in einem Intranet und man schreibt das während des Meetings einfach zusammen schon auf, jetzt nur mal so als Beispiel und macht auch die Erfahrung, wie es ist, gleichzeitig im selben Dokument zu arbeiten, ist es einfach danach eine Stunde Zeit, die sich eine Einzelperson spart, um ein Protokoll zu schreiben. 


Alisa:

Also auch eine Sache von Effektivität, einfach. Dadurch dass man gemeinsam im Intranet arbeitet irgendwie auch eine Qualitätskontrolle durch alle hat, weil jeder mit drauf schauen kann und ergänzen kann, seine Gedanken mit einbringen kann. 


Katja:

Ja, da fällt mir noch eine Sache ein, die vielleicht für so Einführungsphasen von so einem System auch eine interessante Sache sind. Manche unserer Kunden starten dann zum Beispiel ein Thema in einem Microblog, in dem dann die Kollegen ihre Fragen auch zu dem System oder auch ihre Erfahrungen teilen. Also auch wieder eine Ermutigung, über die Erfahrungen zu sprechen. Und ein ganz anderes Thema, was mir noch einfällt, was natürlich auch sehr wichtig ist, sind auch Schulungen. Dass du die Teams in Schulungen, zumindest die Schlüsselpersonen, die Multiplikatoren sein sollen, auch denen den Sinn und Zweck des Projekts, des Systems klarmachst, aber auch Handwerkszeug an die Hand gibst, wie es wirklich Freude bereitet und Spaß macht, im Intranet zu arbeiten. Und wenn dann solche Leute an einer Schulung teilnehmen und sind danach in der Lage, eine richtig schöne Team-Startseite für ihren Teambereich zu gestalten, die einfach zu gut zu lesen ist und schön anzusehen ist, dann ja, sind die Menschen auch stolz darauf, dass sie eben so etwas in relativ kurzer Zeit schaffen. 


Alisa: 

Ja, das ist ja dann auch so eine Sache, wo man den Sinn und Zweck noch einmal verdeutlichen kann, in so Schulungen. Um einfach zu zeigen, was möglich ist, genau. Und welche Vorteile eben ein Intranet haben kann. 


Katja:

Ja, genau.


Alisa:

Wir hatten vorhin schon mal kurz das Thema Datenschutz angesprochen. Da sollten wir auch noch einmal darauf eingehen, weil wir haben schon gesagt, es hat schon auf viel mit Vertrauen zu tun auf der einen Seite, eben den Mitarbeitern den Freiraum zu geben, Inhalte einzustellen und das auch so wenig wie möglich zu beschränken. Aber der Datenschutz spielt natürlich eine Rolle und sollte beachtet werden. Was ist deine Einstellung/Meinung dazu?


Katja:

Also, es ist ja so, dass jedes große Unternehmen einen Betriebsrat hat und der Gesetzgeber vorgibt, dass wenn sich Arbeitsabläufe ändern, dass das der Betriebsrat wissen muss und sich darüber Gedanken macht. Das heißt, es gibt eigentlich in großen Konzernen kein Intranet Einführungsprojekt, das an einem Betriebsrat vorbeigeht. Und das ist auch schon einmal eine große Hürde häufig. Die schauen sich das dann ganz genau an und die großen Sorgen auch der einzelnen Leute sind, dass man im Grunde die persönliche Arbeit genau tracken kann. Also das, was jeder selber tut, kontrolliert wird und verfolgt wird. Es gibt in Confluence ja auch Funktionalitäten, in denen ich meinen eigenen Aktivitätsstrom sehe. Also am Montag um 11:45 Uhr habe ich den und den Artikel geschrieben im Intranet und den Artikel kommentiert und dann habe ich erst um 16:28 Uhr nochmal was gemacht, da könnte jetzt jemand denken, ich habe die ganze Zeit dazwischen Däumchen gedreht oder so. Also diese Sorge, dass sich das jemand sich das so genau anschaut, ist auf jeden Fall da. Aber das zum Beispiel überhaupt jemand anderes auf meinen Aktivitätsstrom gucken kann, das kann ich abschalten, wenn ich das als Unternehmen nicht möchte. 

Das hat alles seine Vor- und seine Nachteile. Denn einerseits hilft die Transparenz über die ganzen Informationen auch wieder Inhalte besser einzuordnen und Inhalte zu finden und in der Tat ist es so, dass der Wunsch von Intranet Teams natürlich auch ist, zu erfahren, ist dieses Projekt erfolgreich. Und dafür ist eine gewisse Art und Weise von Tracking natürlich sehr hilfreich. Die aber in manchen Unternehmen nicht erlaubt ist. Und ich glaube, das ist es auch wichtig, das richtig Maß zu finden und auch den Mitarbeitern wirklich ehrlich zu vermitteln, wenn es denn so ist, was ich hoffe, dass das Vertrauen das Wichtigste ist. Und dass das bei so einem Kulturwandel, den heute viele Unternehmen gerade mitmachen, ist Vertrauen ein ganz wichtiger Aspekt. Und ich sollte meinen Kollegen und meinem Team, meinen Mitarbeitern vertrauen, dass sie einen guten Job machen und eben nicht den Drang haben zu kontrollieren über so ein System. Das ist der falsche Weg, dafür ist so ein System nicht da. 


Alisa:

Ja also Vertrauen spielt von beiden Seiten sozusagen eine große Rolle. Also das Vertrauen zum einen den Mitarbeitern gegenüber, das sie einfach im Intranet die Freiheit haben, da Inhalte einzustellen und aber auch andersrum sozusagen vom Unternehmen aus.


Katja:

Du meinst als Mitarbeiter dem Unternehmen gegenüber, das die kein Schindluder vorhaben mit mir, oder so. 


Alisa:

Genau.


Katja:

Ja, natürlich, das ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Und das ist glaube ich eine große Aufgabe, die viele Unternehmen auch noch vor sich haben. Und es ist auch nicht so einfach. Das geht aber auch durch Vorleben, positive Beispiele, um dann den Skeptikern die Sorgen auch zu reduzieren. 


Alisa:

Wenn ich überlege, wie das bei uns so läuft, wir arbeiten ja schon ziemlich lange mit Linchpin, das Social Intranet, das auf Confluence basiert, würde sagen, wir arbeiten alle täglich damit und wer schon lange im Unternehmen ist macht sich eigentlich gar keine Gedanken mehr darüber, über Datenschutz oder wer meine Daten sehen kann, wer irgendetwas damit anfangen könnte. Ich würde sagen, das ist schon in Fleisch und Blut übergegangen. Wir arbeiten alle gerne und selbständig damit, aber es gibt natürlich auch immer wieder neue Mitarbeiter, die im Unternehmen anfangen, die an Bord geholte werden müssen und Katja, hast du ein Gefühl dafür, wie das Onboarding von neuen Mitarbeitern bei uns im Unternehmen aktuell funktioniert. Wie die neuen Mitarbeiter sich im Intranet zurechtfinden. 


Katja:

Also das ist ein total spannender Aspekt, den du da sagst, denn wir reden immer über Einführungs-Kampagnen aber natürlich ist es wichtig jeden neuen Kollegen andauernd wieder auch an Bord zu holen, weil die kommen aus anderen Umfeldern und kennen diese Art von Zusammenarbeit vielleicht noch nicht. Und bei einem Mitarbeiter-Onboarding ist es genauso wichtig auch diese Knigge Verhaltensregeln und Sinn und Zweck dieses Intranets auch noch einmal zu vermitteln. Bei uns selber habe ich das Gefühl, dass es eben schon sehr sehr viele Multiplikatoren gibt und Linchpin bei uns angenommen ist und so ein zentrales Arbeitstool, dass ein neuer Kollege da nicht drumrum kommen kann und dadurch vielleicht auch grundsätzlich auch das Vertrauen größer ist, als wenn es vorher noch gar nie da war und alle müssen sich umgewöhnen. Und gleichzeitig beobachte ich schon, dass Kollegen, die noch nicht so lange dabei sind, eben auch eher dazu tendieren, in manchen Dokumenten, die sie schreiben noch so einen Teaser oben einzupacken, in dem dann steht, das ist noch in Arbeit, ist noch nicht fertig. Also wo man merkt da, dass da sind so gewisse Hemmschwellen da und ich glaube schon auch, dass jeder neue Kollege so eine gewisse Zeit lang braucht, um mit dem Intranet warm werden, und der Art, wie kommuniziert wird.

Was wir natürlich machen, ist zum Beispiel, wir haben hier so einen Onboarding-Plan. Sternchen zählen, wo man also wie in so einem Spiel, ja Punkte sammeln kann. Und es gibt zum Beispiel Punkte dafür, wenn man im Intranet einen Blogartikel über sich schreibt, in dem man sich vorstellt. Das ist aus zwei Sichtweisen ziemlich cool, weil der neue Kollege wird dazu gezwungen, Linchpin zu benutzen, selber einen Inhalt einzustellen und etwas über sich zu erzählen. Und das Team, was eben schon da ist, wir alle, erfahren dann, wer das ist. Bei uns werden die auch sehr unterhaltsam meistens geschrieben und wir sind mittlerweile auch annähernd 200 Mitarbeiter, da kennt man auch nicht mehr jeden und man lernt also auch persönlich die Leute besser kennen und kann sie besser einschätzen. Das heißt, es verbinden sich darüber auch die Menschen und was dann cool ist, wenn dann eben unter so einem Blogeintrag mal 60 Likes landen. Und ich glaube, dass auch das wieder einem neuen Kollegen eine Bestätigung gibt, dass man willkommen ist, das es die Kollegen lesen, dass jemand sich dafür interessiert, wer ich bin, wer hier gerade angefangen hat. Und das macht natürlich auch ganz viel von der Kultur aus. Und wenn es Unternehmen gibt, in dem neue Kollegen nur schräg angeschaut werden, und jeder denkt, ach, was ist denn das für einer, dann kann auch glaube ich ein Intranet nicht dabei helfen, ja. Wir sind eben durch und durch glaube ich sehr offen und nehmen jeden mit auf. 


Alisa:

Ja, also die Maßnahme sozusagen, die Mitarbeiter von Tag 1 ins Intranet zu holen und irgendwie den Kontakt zum Intranet bewusst zu stärken und zu zeigen, hier, stell Inhalte ein, stell dich vor, zeig, dass du Teil des Unternehmens bist und das auch im Intranet. Genau.


Katja:

Wer unser Intranet nicht jeden Tag liest, der verpasst einfach etwas. Also, das ist bei uns die Quelle der Wahrheit. Also wenn ich wissen will, was geht ab, auch wenn ich einen Tag mal im Büro war, dann lese ich über die Mobile App, was die Kollegen im Microblog geschrieben haben und da weiß ich schon, ob irgendetwas Dramatisches vorgefallen ist, oder etwas Tolles oder so. Das ist schon sehr schön, dann fühlt man sich einfach als, ja Teil des Ganzen. Und auch neue Kollegen kriegen das ja auch mit, dass sie dort interessante Informationen finden. 


Alisa:

Ja, wir sind ja jetzt auch schon bald am Ende von dieser Folge angekommen. Vielleicht fassen wir noch einmal kurz zusammen, was für Maßnahmen wir jetzt definiert haben, die dabei helfen können, die Akzeptanz von einem neuen Intranet in einem Unternehmen zu steigern. Katja, du hattest am Anfang erwähnt, dass es wichtig ist, mit gutem Beispiel voranzugehen, dass man eben irgendwie Multiplikatoren im Unternehmen hat, die sozusagen die Idee auch von Intranet ins Unternehmen tragen und zeigen, was ist denn der Sinn und Zweck von dem Intranet.


Katja: 

Genau, das hatten wir gesagt. Dann ging es darum, dass das System zur Kultur passen sollte, das ja, man auch den Sinn und Zweck erklärt. Erklärt, wofür ist denn das Ganze da, damit überhaupt erkannt wird, warum sollte ich das überhaupt benutzen. 


Alisa:

Dann hatten wir noch das Thema Schulungen. Dass man sozusagen auch noch einmal in Schulungen zeigt, was ist eigentlich möglich mit dem System und was können die einzelnen Teams auch für sich da herausholen und welchen Mehrwert für ihr Team sozusagen für ihr Intranet ziehen. Und, wahrscheinlich auch, dass es auch kein leeres System ist. Das man, sobald das Intranet eingeführt ist, es auch schon einmal Inhalte drin hat, die sozusagen zeigen, hier ist Leben drin, es macht Sinn, sich im Intranet anzumelden und zu schauen, was es Neues gibt. 


Katja:

Ja, tatsächlich hatten wir das mit dem leeren System noch gar nicht besprochen, aber mir fällt noch eine kleine Sache zusätzlich dazu ein. Nämlich, dass man natürlich auch das Design an das Unternehmen anpasst und die Funktionen bereitstellt, die wirklich zum Unternehmen passen. Also bei Linchpin kannst du ja sehr individuell konfigurieren und auch das ist natürlich schon so selbstverständlich, dass wir gar nicht darüber gesprochen haben, aber das ist wichtig, den Leuten nicht eine Masse von Funktionen anzubieten und sie können sich gar nicht mehr orientieren. Also einerseits ein System, in dem schon Inhalte sind, die Sinn machen, die auch einen Wert haben und aber die ich auch so konsumieren kann, das ich etwas damit anfangen kann. Aber ich glaube, das Allerwichtigste ist, dass wirklich ein starkes Team dahinter steht, die Idee verkörpert und die Idee lebt und das vorlebt. Und dann glaube ich, hat das eine echte Chance. 


Alisa:

Ja, schön. Dann würde ich sagen, wenn Sie noch mehr dazu wissen wollen, wenn Sie sich für unser Social Intranet Linchpin, über das wir in dem Podcast gesprochen haben, interessieren, dann melden Sie sich gerne bei uns oder besuchen Sie unsere Website linchpin-intranet.de und schauen Sie sich diese Lösung einmal an. Genau, dann bedanke ich mich bei dir, Katja, dass du dabei warst und bei Ihnen fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. 


Katja:

Tschüß.




Podcasts



  • No labels