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  • Der Podcast von Seibert Media! - Staffel 1 - Folge 3: Erreichbarkeit im Unternehmen durch ein Intranet
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Kickass Software, Rock 'n' Roll Teams
Kickass Software, Rock ’n‘ Roll Teams ist der neue Podcast von Seibert Media. Hier gibt es wöchentlich neue Inhalte rund um die Themen Atlassian, Google und Agilem Arbeiten.
Unseren Podcast erscheinen selbstverständlich auf allen gängigen Plattformen und als Beitrag im Seibert Media Blog.



ÜBERSICHT

Podcast 2019 | Staffel 1 | Staffel 2



DIE NEUESTE FOLGE



VERFÜGBAR AUF

Staffel 1: Moderne Zusammenarbeit im Intranet


Folge 3: So bleiben alle Mitarbeiter im Unternehmen stets informiert

Nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens haben zwangsläufig einen PC-Arbeitsplatz. Und Dinge wie Homeoffice und Dienstreisen sorgen dafür, dass nicht jeder immer vor Ort ist.

Dennoch ist es wichtig, alle Kollegen auf dem Laufenden zu halten und darunter zählen eben auch solche, die unterwegs sind oder keinen festen Standort haben - egal ob Consultant, Monteur oder Werksmitarbeiter.



Unser Blog-Artikel zur Folge 3.




Behandelte Themen


Einführung von Alisa Tietz

Herausforderungen in Sachen Erreichbarkeit in Unternehmen

Feste Erreichbarkeitszeiten?

Über welche Tools kann in einem Unternehmen kommuniziert werden

Erreichbarkeit per E-Mail, Chat, Intranet

Rahmenbedingungen und Erwartungen zur Erreichbarkeit

Einsatz mobiler Intranet Apps

Zusammenfassung: Erreichbarkeiten, Rahmenbedingungen, mobile Apps





Transkription des Podcasts

Mit: Alisa Tietz und Daniel Roller von Seibert Media


Alisa:

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Podcast von Seibert Media. Wir möchten uns zu dieser Folge über Erreichbarkeit von Mitarbeitern im Unternehmen, damit verbundenen Herausforderungen und mögliche Lösungen unterhalten. Mein Name ist Alisa Tietz. Ich habe heute meinen Kollegen Daniel Roller hier bei mir. Hallo Daniel. 



Daniel:

Hallo Alisa.



Alisa:

Daniel, als Unternehmen ist das nicht einfach, alle Mitarbeiter zu erreichen und sie up-to-date zu halten. Mitarbeiter sind unterwegs, manche haben überhaupt keinen PC-Arbeitsplatz. Kannst du einmal beschreiben, vor welchen Herausforderungen Unternehmen in Sachen Erreichbarkeit heute stehen?



Daniel: 

Ja, das ist natürlich ein sehr großes Thema. Also Erreichbarkeit, das Wort ist ja erst einmal sehr groß gefasst. Und der ein oder andere merkt es ja wahrscheinlich auch selbst immer wieder, dass wir heute in sehr schnelllebigen Zeiten sind. Es wird immer alles viel schneller. Die Welt um uns herum dreht sich gefühlt auch viel schneller und so ist es natürlich auch im Unternehmens-Kontext. Also im beruflichen Alltag merkt man, man muss eigentlich ständig erreichbar sein. Also es kommt immer irgendjemand mit einem Anliegen, es kommt eine E-Mail, es kommt ein Anruf. Der Kollege steht plötzlich am Schreibtisch. 

Manche klingeln sogar vielleicht dann mal bei dir an der Haustür. Ich weiß nicht, wie das bei dir so läuft. Man muss eigentlich ständig erreichbar sein. Erreichbarkeit ist natürlich nur ein Symptom eigentlich. Es geht da darum, dass man Informationen heute überall braucht und die richtige Information an der richtigen Stelle ist eben essentiell und deswegen braucht man natürlich von gewissen Personen sehr häufig gewisse Informationen und das immer möglichst gleich und von daher ist Erreichbarkeit ein Thema, was super wichtig ist. Oder ich weiß nicht, wie geht dir das denn?



Alisa:

Ja, also ich finde auch, man hat da irgendwo so zwei Seiten. Man hat einmal die Sache, erreichbar zu sein, um irgendwie für Informationen zur Verfügung zu stehen, um irgendwie Antworten zu geben auf Fragen, die irgendwie gerade beantwortet werden müssen, aber auch erreichbar sein für Informationen. Um irgendwie Informationen selbst aufzunehmen, um irgendwie informiert zu bleiben, um auf dem Laufenden zu sein.



Daniel:

Ja genau, also es ist so ein bisschen dieses zweischneidige Schwert. Also einmal möchte man natürlich von anderen Informationen bekommen und das im besten Fall immer genau dann, wenn man sie braucht. Auf der anderen Seite wird natürlich von einem auch erwartet, sei es jetzt eben von Seiten des Vorgesetzten, von Seiten von Kollegen oder auch Kunden, Partner gibt es natürlich, dass man selbst auch erreichbar ist, um eben Informationen weiterzugeben. Das ist natürlich ein Thema, also man spricht ja heute auch immer über Work-Life-Balance und so Sachen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Privatleben und Beruf und da grätscht natürlich die Erreichbarkeit häufiger mal dazwischen. 

Also Erreichbarkeit in dem Sinne natürlich auch, gibt es ja auch im privaten Kontext, das möchten wir hier glaube ich mal so ein bisschen ausklammern, aber man muss ja auch privat häufig mal im beruflichen Alltag erreichbar sein. Keine Ahnung, irgendein familiärer Notfall vielleicht oder eine Terminabsprache mit dem Partner. Da muss man natürlich auch da erreichbar sein und so geht das Privatleben mehr in das berufliche hinein oder das berufliche auch häufiger mehr ins Private hinein. Und die Unternehmen stehen natürlich heute dann vor der Frage, wie man da am besten unterstützt. 

Also ich glaube, dass man halt Mitarbeiter gezielt als Unternehmen unterstützen kann, um diesen Spagat zwischen, ich bin immer erreichbar und ich habe vielleicht meine ganz festen Erreichbarkeitszeiten, dass man diesen Spagat als Mitarbeiter hinbekommt. Auf der anderen Seite natürlich auch die Sache, dass man ja eben sein Privatleben trotzdem noch für sich hat und nicht ständig erreichbar sein muss und das auch nicht erwartet wird. Also da können Unternehmen glaube ich sehr sehr viel unterstützen und ja, ich glaube, das ist heute eine Frage vor der viele Unternehmen stehen, wie man da am besten rangeht. 



Alisa: 

Ja, in dem Zusammenhang kann man sich ja auch die Frage stellen wie ein Unternehmen überhaupt kommuniziert. Also die Sache Erreichbarkeit ist ja auch eine Frage, über welchen Weg, also wenn man sich anschaut über welche Kanäle in dem Unternehmen überhaupt kommuniziert wird, gibt es da ja viele verschiedene Möglichkeiten. Wenn ich so an unser Unternehmen denke, also wie wir täglich kommunizieren, da haben wir auch zig verschiedene Wege und Tools über die wir erreichbar sein können.



Daniel:

Also, weil du gerade unser Unternehmen ansprichst, ich weiß nicht, ob wir immer so repräsentativ sind. Ich weiß jetzt nicht, wer Seibert Media kennt als Unternehmen, aber wir sind da glaube ich sehr agil unterwegs und sehr, vielleicht auch manchmal sprunghaft. Also wenn ich mir kurz überlege, wieviele verschiedene Instant-Messenger Kanäle wir haben, in den verschiedensten Messengern, also ich glaube, ich könnte jetzt gar nicht alle aufzählen. Also angefangen bei Google Chat über Telegram bis hin zu irgendwelchen Rocket-Chat-, Slack-Geschichten. Also man weiß dann teilweise gar nicht in welchen Kanälen die Kollegen überhaupt unterwegs sind. 

Aber die Frage ist natürlich eine gute, ja, also klassisch hat man ja eher über Telefon kommuniziert oder eben auch in einem persönlichen Gespräch. Heute ist man da glaube ich, ja in vielen Unternehmen schon drastisch von abgerückt also ich glaube die E-Mail hat sehr sehr viele Unternehmen fest in der Hand auch immer noch. Und man kennt ja diese E-Mail Ketten, dieses Antwort Antwort Antwort weitergeleitet von Antwort Antwort, was gibt es heute zum Mittagessen oder wichtige Info von Kunde X. Diese Mails, die immer wieder hereinkommen mit 20 Leuten in cc. Solche Ketten gibt es natürlich heute auch noch und ich glaube das ist eine Form der Kommunikation, wie sie in vielen Unternehmen gelebt wird. 

Bei uns gibt es natürlich auch, wir versuchen aber natürlich das auch zu reduzieren, zum Beispiel über den Einsatz von Messengern, von Instant-Messengern, wie zum Beispiel eben im Google Chat, über den man Kollegen dann auch direkt erreichen kann und das natürlich auch auf so ein Erreichbarkeits-Thema dann irgendwie auch geht. Also da muss man natürlich schauen, das ist wieder eine Abwägung am Ende. Oder was wir natürlich auch machen, sind Wiki-Systeme, die dann ja, für die Konsolidierung von Wissen, zentrales Bereitstellen von Know-how gedacht sind. Ja, das sind so glaube ich die Tools, die wir täglich nutzen oder fällt dir spontan noch etwas ein?



Alisa:

Nein, da hast du schon soweit alle aufgezählt, glaube ich. 


Daniel: 

Ich weiß nicht, wie oft telefonierst du denn noch?



Alisa:

Echt selten. Also, ich würde sagen, vor allem intern, eigentlich gar nicht. Also wenn Telefon, dann extern, wenn irgendwie Kunden oder irgendwelche externen Agenturen, mit denen wir zusammenarbeiten, anrufen. 



Daniel:

Und dann aber wahrscheinlich auch eher tagsüber während deiner offiziellen Arbeitszeit, oder?



Alisa:

Ja, auf jeden Fall. Ich würde sagen, es ist auch ein bisschen, also, je nachdem, welches Tool man nutzt, würde ich sagen, hängt auch sehr stark davon ab, wie zeitkritisch das Thema ist. Also, ich finde schon, dass man über das Wiki eine größere Masse an Leuten erreichen kann im Unternehmen. Also das nutze ich schon gerne, wenn ich irgendwie ja, viele Leute im Unternehmen erreichen will, es irgendeine Info ist, die wirklich jeder kriegen soll und wenn es irgendwie schnell gehen muss und es kurz um ein aktuelles Thema geht, dann nutze ich eher den Chat. Aber so Nachrichten bei uns im Intranet, wir nutzen ja Linchpin als Intranet, da ist das schon eine gute Lösung. 



Daniel: 

Ja, also so ein Intranet, jetzt wie Linchpin zum Beispiel, also auf Confluence-Basis, Wiki-System, ist natürlich gut, um Informationen auch langfristig dann zu dokumentieren. Ich weiß nicht, ich kenne es jetzt aus meiner persönlichen Nutzung so, dass ich gerade bei Instant-Messenger, wie zum Beispiel Google Chat oder Telegram, das wir dann auch für verschiedene Absprachen mal nutzen, dass ich da auch eher geneigt bin, vielleicht auch abends noch einmal hereinzuschauen. 

Also dann auch wieder mit Erreichbarkeit ist es nicht so, dass ich da zwingend erreichbar sein muss, oder dass die Nachrichten, die ich da kriege, so super zeitkritisch sind, aber man kriegt vielleicht eine Push-Notification auf sein Handy und dann poppt irgendeine Konversation auf und dann denke ich, ach komm, da antworte ich nochmal schnell. Und das ist natürlich auch wieder so eine Sache, mal ist das was, das ich einfach nur so schnell beantworte, um ein gutes Gefühl zu kriegen, damit ich es aus dem Kopf habe und nicht die ganze Nacht vielleicht sogar dran denke, so, ich muss morgen ja noch antworten. 

Also da entlastet mich diese Flexibilität, die mir die Tools auch geben natürlich. Aber in anderen Fällen ist es auch so, dass dann so eine Kommunikation vielleicht auch mal ausartet ja, und man dann die nächsten zwei Stunden nach Feierabend eigentlich auf dem Sofa sitzt und mit irgendwelchen Kollegen über irgendwelche hitzigen Themen diskutiert. Und da ist natürlich dann die diese ständige Erreichbarkeit, die irgendwie also auch Fluch und Segen zugleich sein kann, wird dann auch negativ und führt auch zu Stress. 

Also von daher, also das ist jetzt unsere persönliche Nutzung, glaube ich dieser Tools bei Seibert Media auch. Ich weiß nicht, wie das in anderen Unternehmen ist. Aber was wir auch zum Beispiel von Kunden auch mal hören, wir hatten einen Kunden glaube ich letztens, die haben auch Linchpin eingeführt, eben Wiki-System und wollten dann aber sicherstellen, dass die Mitarbeiter nach Feierabend nicht mehr im System arbeiten. Beziehungsweise, wenn Sie im System arbeiten, soll die Arbeitszeit auch eingebucht werden. 

Und dann musste eben eine Anbindung noch geschaffen werden, an das Zeitmanagement oder an das Zeitverwaltungssystem dieses Unternehmens, damit alles mitgetrackt werden konnte. Und das sind natürlich Versuche, den Mitarbeiter davor zu schützen, immer erreichbar zu sein, beziehungsweise dieses Gefühl zu entwickeln, ich bin so unverzichtbar, ich muss immer erreichbar sein. Ich sage mal, das sind dann gute Ansätze, ob das jetzt die ultimative Lösung ist, einfach nur die Zeiten mitzutracken, dass weiß ich nicht, kann ich auch glaube ich nicht einschätzen, wie sich das dann beim Kunden konkret sich ausgewirkt hat. 

Aber diese Versuche durch die technischen Möglichkeiten zu unterstützen, eben de Mitarbeiter auch so ein bisschen vor sich selbst zu schützen, weil man dann auch durch diese Tools dann heute in so einen Modus kommt, oh, eine wichtige Nachricht, ich muss jetzt schnell reagieren. Und ich bin zwar im Feierabend aber das ist ja nur eine Nachricht und ich tipp das schnell runter. Da muss man natürlich als Unternehmen auch, ja vielleicht Rahmenbedingungen schaffen, interne Richtlinien auch aufstellen oder ein Agreement auch mit den Mitarbeitern einfach finden, damit man gar nicht in Versuchung gerät, diese Hyper-Erreichbarkeit anzustreben. Ich glaube, da können wir auch bei Seibert Media noch ein bisschen was lernen, aber ich schätze natürlich auch auf der anderen Seite auch diese Flexibilität, die wir da haben. 



Alisa:

Ja, du hast jetzt gerade schon die Rahmenbedingungen angesprochen, auch sowas wie Infrastruktur jetzt bei den Kunden zum Beispiel. Vielleicht können wir noch einmal kurz darauf eingehen, was Unternehmen denn wirklich tun können, um die Erreichbarkeit von Mitarbeitern zu fördern. Was es da an Infrastruktur und Möglichkeiten geben muss, um einfach auch das zu gewährleisten, dass die Mitarbeiter erreichbar sind. Zum Beispiel eben, dass ein Intranet auch mobil erreichbar ist, über eine Mobile App zum Beispiel. Fallen dir da noch andere Rahmenbedingungen ein, die man in den Unternehmen beachten muss?



Daniel: 

Ja, wir haben ja eben gesagt, es gibt eben technische Möglichkeiten zu unterstützen. Die Anbindung von diesem Zeitmanagementsystems ist jetzt eine Möglichkeit, es gab ja vor ein paar Jahren mal diesen Fall, der ging auch glaube ich dann durch die Medien bei, ich weiß nicht, war es VW, die irgendwie abends um 20:00 die E-Mail-Server abgeschaltet haben, für alle Mitarbeiter. Also für zumindest einen Teil der Belegschaft und da wurden dann einfach keine E-Mails mehr zugestellt. Also die wurden quasi vom Server nicht mehr an die Endgeräte weitergegeben. Und das dann halt morgens bis um 06:00 Uhr, ich weiß es nicht genau. 

Aber diese Versuche gibt es natürlich immer wieder, von Unternehmensseite durch strikte Richtlinien, ja, da die Mitarbeiter zu schützen. Und ich glaube, in vielen Unternehmen gibt es dann auch einen Betriebsrat, der solche Themen forciert und sich da dahinterklemmt. Was auch wichtig ist. Weil eben, man sieht es auch immer wieder in Studien, die zeigen eben, dass eine ständige Erreichbarkeit zu Stress führt und das dann eben wieder zu Krankheiten, Burnout und solchen Geschichten. Aber klar, du hast ja gerade auch gefragt, wie können Unternehmen am besten unterstützen. Ich glaube, einmal eben über die technischen Möglichkeiten, Erreichbarkeit einzugrenzen oder eben in gesundem Maß dem Mitarbeiter zu vermitteln. Auf der anderen Seite muss natürlich auch die Möglichkeit geschaffen werden, damit der Mitarbeiter ist. Ja, also, ich weiß nicht, hast du ein Firmen-Smartphone, oder?



Alisa:

Ich habe keins, nein. 



Daniel: 

Du hast keins? Okay, ich auch nicht. Da sitzen jetzt natürlich die zwei richtigen zusammen. Aber bei uns ist es ja dann auch so, dass potentiell jeder Mitarbeiter ein Firmen-Handy bekommt oder auch einen Laptop. Wir haben jetzt beide hier ein MacBook vor uns stehen, das sind ja dann auch Firmengeräte. Und dadurch stellt ja der Arbeitgeber auch sicher, dass wir erstmal potentiell erreichbar sein können. Und das sind natürlich Maßnahmen, dass man den Mitarbeitern eine ausreichend gute Hardware zur Verfügung stellt, um ihrer Arbeit entsprechend auch nachgehen zu können. Vielleicht auch, wenn man nicht im Vertrieb arbeitet und regelmäßig Kundentelefonate führt, aber dass man sagt, hey, auch meine Belegschaft in der Produktion, ist wichtig, dass die eben angebunden ist an die Informationsströme im Unternehmen. 

Gerade wenn man dann über so etwas spricht, wie eine mobile App fürs Intranet zum Beispiel. Wie wir sie ja jetzt auch mit Linchpin Mobile jetzt zum Beispiel einsetzen. Da ist es dann natürlich wichtig, dass die Mitarbeiter unterstützt werden und das denen gezeigt wird, hey, wir möchten euch auf diesem System haben und es ist wichtig, dass ihr daran teilnehmt. Und, dass man dann entsprechend Smartphones vielleicht zur Verfügung stellt. Also ich glaube, da kann der Arbeitgeber schon sehr sehr viel tun, um überhaupt einmal Erreichbarkeit auch zu geben.



Alisa:

Und du hast es eben auch schon nochmal kurz angesprochen, auch einfach diese Erwartungen im Vorfeld zu klären. Also dass man sagt, okay, also die Mitarbeiter die haben jetzt zum Beispiel ein Firmen-Smartphone oder dürfen ihren Laptop zu Hause benutzen, um eben auch erreichbar zu sein und dass man irgendwie Erreichbarkeits-Zeiten definiert zum Beispiel. Oder eine Klarheit schafft über Abwesenheiten, wenn man sagt, dann und dann bin ich aber nicht erreichbar und dass man da einfach im Vorfeld definiert, was Erreichbarkeit fürs Unternehmen bedeutet und was erwartet wird.



Daniel:

Ja, wenn man auch vielleicht einmal einfach nicht da ist oder wenn man eben nach Hause geht, ist man dann wirklich komplett weg. Ich glaube, das ist wichtig, dass man da auch vielleicht mit dem unmittelbaren Vorgesetzten nur eine Erwartungshaltung abklärt. Also einmal eben, was erwartet der Vorgesetzte von mir, was erwarte ich aber auch vielleicht vom Vorgesetzten. Also, dass mein Vorgesetzter schon weiß, nach 17:00 Uhr, nach 20:00 Uhr, bin ich einfach auch nicht erreichbar und dann sollte er mich doch auch bitte nicht kontaktieren, beziehungsweise, vielleicht bevor er dann zum Instant-Messenger als dem Medium der Wahl greift, um mir schnell eine Nachricht irgendwo zu tippen, schreibt er dann doch irgendwie eher E-Mail, die in mein Postfach geht und die ich nicht als Push-Notification aufs Handy bekomme. 

Oder er legt eine Seite zum Beispiel in einem Wiki-System an, die jetzt nicht so pushy ist und bei mir direkt aufploppt. Ja, also ich glaube, es ist auch viel, jetzt muss ich auf einen Anglizismus ausweichen, viel so Awareness, dass man eben weiß, okay, ich kann selber für meine Kollegen dieses Erreichbarkeits-Thema adressieren, indem ich vielleicht auch dann überlege, okay, wir haben jetzt 20:00 Uhr. Muss es wirklich die Instant-Messenger Nachricht sein, die beim Kollegen vielleicht aufpoppt und ihn aus dem privaten Kontext rausreißt nach Feierabend oder ist mein Anliegen nicht so dringend, das ich vielleicht auch einfach eine E-Mail schreiben kann oder eben über ein anderes System gehe. 

Also ich glaube, ich kann da selber auch sehr sehr viel tun als Mitarbeiter, aber, wie gesagt, wenn Unternehmen dann aber an verschiedenen Stellen unterstützen, ist es sicherlich nicht verkehrt. Und gerade solche Sachen wie Erreichbarkeits-Zeiträume definieren für Mitarbeiter, Gruppen von mir aus auch, kann da eben sehr hilfreich sein. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch immer wieder sagen, dass ja heute Mitarbeiter diese Flexibilität sehr schätzen. 

Also, ich glaube, wir beide, wir lassen uns jetzt nicht von irgendwem sagen, hey, du darfst abends um 20:00 Uhr das Laptop nicht mehr aufklappen. Also, wenn ich irgendwie das Gefühl habe, ich muss jetzt noch was tun oder vielleicht hatte ich auch mittags irgendwie einen Termin privat und konnte da nicht arbeiten, habe quasi eine längere Mittagspause gemacht und möchte das noch abends nacharbeiten, dann ist es für uns beide natürlich super angenehm, dass unser Arbeitgeber da so flexibel ist und sagt, hey, von mir aus könnt ihr auch nachts um drei arbeiten, wenn ihr das möchtet oder wenn das zu eurer Lebensgestaltung passt. Und da würde ich natürlich diese Flexibilität ungerne aufgeben, weil mein Arbeitgeber mit feste Erreichbarkeit oder Kernarbeitszeiten vorgibt. Also das ist immer so ein bisschen so eine Abwägung auch, wie man damit umgeht, denke ich. 



Alisa:

Ich finde, bei uns gewinnt ja jetzt auch die Mobile App immer mehr an Bedeutung. Ich habe das Gefühl, man ist doch häufiger mobil im Intranet bei uns unterwegs. Die App bietet irgendwie immer mehr Möglichkeiten auch am Geschehen im Intranet teilzuhaben und vielleicht können wir nochmal auf die Möglichkeiten von so einer mobilen Intranet-Lösung kurz eingehen. Was das für Vorteile hat und wie so eine mobile App die Erreichbarkeit verbessern kann. Weil das ja eben auch ermöglicht, alle Mitarbeiter irgendwie abzuholen, weil viele auch eben keinen festen Arbeitsplatz haben und auf so eine App angewiesen sind, zum Beispiel.



Daniel:

Ja, also ich glaube, bei uns ist es ja so, dass wir sehr sehr viel Arbeitszeit, einen großen Anteil unserer Arbeit in einem Wiki-System wie auch immer, in irgendeinem Linchpin Intranet, Extranet, verrichten. Also das ist ja das Schöne an diesem Medium, dass es eben nicht nur Kommunikation ist, sondern ein Kollaborations-Tool, also man kann ja wirklich produktiv arbeiten. Und dass viele Aspekte, für die ich erreichbar sein muss, in meiner Arbeitszeit oder auch außerhalb, dass die sich in diesen Systemen eben abspielen. Und da hilft natürlich so eine Mobile App auch wieder, um mir die Flexibilität zu geben, wann möchte ich arbeiten, von wo möchte ich arbeiten. Und das geht natürlich mit einer mobilen App noch viel besser als mit einem Desktop-Rechner. Oder auch von mir aus mit dem Laptop. 

Also wenn ich mal im Zug keinen Sitzplatz kriege, dann das Laptop auspacken und im Stehen irgendwie eine E-Mail tippen, ist natürlich super anstrengend, aber mit dem Handy geht das dann super einfach. Und genauso verhält es sich natürlich mit Intranet Apps und jetzt auch mit Linchpin Mobile zum Beispiel. Also, keine Ahnung, wenn ich bei uns jetzt in dem Microblog zum Beispiel schreiben möchte, ja, dann mache ich das von unterwegs, ja immer mit der App. Weil, ich habe mein Smartphone sowieso dabei und dann muss ich mir nicht das Laptop unter den Arm klemmen. Und über den Microblog erreiche ich bei uns eben sehr sehr viele Mitarbeiter. Auch wieder Thema Erreichbarkeit, ja, also über welche Medien kommuniziere ich. Ich weiß einfach, bei uns ist der Microblog gesetzt und der ist mobil verfügbar und dann kann ich natürlich damit alles machen. Das ist natürlich schön und ja, wenn ich eben mit so einer Intranet App arbeite, habe ich auch wieder den Vorteil der Wiki-Systeme auf meiner Seite. 

Das ist natürlich auch ein Thema, da kann der Arbeitgeber dafür sorgen, dass sich diese kritische Erreichbarkeit einzelner Mitarbeiter nicht ganz so krass auswirkt. Es ist in vielen Unternehmen heute so, dass es eben sehr spezifische Wissensinseln gibt. Also einzelne Mitarbeiter sind Spezialisten für gewisse Themen und wenn dieser Mitarbeiter nicht erreichbar ist und eine Frage zu einem Thema aufkommt, dann versickert die. 

Also ich bin darauf angewiesen, dass der Kollege X zu jeder Zeit eigentlich abrufbar ist, weil der eben das Spezialwissen hat, als einziger vielleicht. Und ein Wiki-System, gerade auch mit einer mobilen App, ermöglicht jetzt, dass man dieses Spezialwissen eben dokumentiert, für andere zugänglich macht und ich könnte dann sogar von unterwegs auf dieses Wissen zugreifen, ohne den konkreten Mitarbeiter zu kontaktieren, der vielleicht gerade in einem Termin ist, der im Urlaub ist, der gerade vielleicht einfach auch nur konzentriert arbeiten möchte und ihn dann quasi erreichen muss. Das lässt sich so auch wieder vorbeugen, also auch wieder ein Vorteil solcher Systeme, wie zum Beispiel im Linchpin Intranet-System.



Alisa:

Also nicht nur zeitliche Hürden, sondern sogar irgendwie örtliche Hürden überwinden, mit einer mobilen App.



Daniel: 

Ja, auf jeden Fall doch.



Alisa:

Ja, spannendes Thema, da könnten wir wahrscheinlich noch stundenlang drüber sprechen, aber wir müssen langsam zum Ende kommen. Und ich würde sagen, wir fassen das nochmal kurz zusammen, was denn so die wichtigsten Dinge sind, die man beachten sollte beim Thema Erreichbarkeit im Unternehmen. 


Daniel:

Ja also, wir haben ja eben angefangen auch über das Thema mit den Rahmenbedingungen zu sprechen. Ich glaube, um Rahmenbedingungen aufzustellen, sollte man sich erst einmal bewusst werden, wie funktioniert denn Erreichbarkeit oder auch allgemein Kommunikation in meinem Unternehmen. Und man schaut eben, was gibt es für Tools, was gibt es für Kommunikationskanäle, welche verschiedenen Erwartungshaltungen existieren überhaupt in meinem Unternehmen an das Thema Erreichbarkeit. Und die sollte man dann eben aufgreifen, da vielleicht auch klärende Gespräche oder irgendwelche, Richtlinien klingt immer so starr, aber solche Vereinbarungen finden, oder Kompromisse auch, ja. 

Und dann eben auch schauen, wie kann man das ganze eben auch Tool-gestützt durch ja, eben die IT zum Beispiel, umsetzen. Und ich glaube, wichtig ist auch, dass sich jeder im Unternehmen bewusst ist, dass man einen eigenen Beitrag leisten kann, damit eben Erreichbarkeit und Kommunikation funktionieren und dass das für jeden am Ende des Tages ein gutes Erlebnis ist. Ja, also man möchte ja gerne zur Arbeit kommen und es soll auch Spaß machen. 

Deswegen ist es wichtig, dass man da auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingeht und deswegen vielleicht sowas, wie wir gerade auch gesagt haben. Bevor man irgendjemanden auf einem Instant-Messenger anpingt, überlegen, ist es wirklich so zeitkritisch, möchte ich den anderen vielleicht jetzt aus seinem Feierabend holen und wenn es das nicht ist, einfach auf ein anderes Tool umschwenken. 



Alisa:

Ja, vielen Dank, Daniel, für deine Zeit. Ihnen, vielen Dank fürs Zuhören und wenn Sie sich für das Thema Erreichbarkeit im Unternehmen interessieren oder sich unsere Software-Lösung Linchpin, die wir hier das ein oder andere Mal erwähnt haben, interessieren, melden Sie sich bei uns oder schauen Sie nach unter linchpin-intranet.de und bis zum nächsten Mal!





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