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Scrum und Kanban sind bei //SEIBERT/MEDIA nicht mehr wegzudenken. Das Ziel von //SEIBERT/MEDIA besteht darin, nicht nur agile Software-Entwicklung, sondern agile Arbeitsweisen und Werte in der gesamten Organisation zu verankern.

Inhalte auf dieser Seite:

Videoaufzeichnung: Agile Organisation bei //SEIBERT/MEDIA

Agile Organisation: Dieses Video downloaden (MP4, 85 MB)
Hackathons bei //SEIBERT/MEDIA: Dieses Video downloaden (MP4, 77 MB)
Slacktime bei //SEIBERT/MEDIA: Dieses Video downloaden (MP4, 37 MB)

Was ist eigentlich Agile Organization?

Ganz genau wissen wir das bei //SEIBERT/MEDIA auch nicht. Für uns und für die Branche ist dieses Thema zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Dokuments noch neu. Das was wir als "Agile Organization" bezeichnen ist das, was wir für richtige Bestandteile daraus halten.

//SEIBERT/MEDIA hat aktuell noch nicht den Anspruch, das Thema in seiner Tiefe und Ganzheitlichkeit komplett durchdrungen zu haben und trennscharf definieren zu können. Dafür haben wir selbst zu wenig Erfahrung.

Im Austausch mit anderen Unternehmen stellen wir aber fest, dass wir offensichtlich trotzdem in der Implementierung und Prozessqualität einigen anderen Unternehmen voraus sind, wenn es um das "Leben der Agile Organization" geht. Und genau von diesen Erfahrungen und Erkenntnissen wollen wir hier sprechen.

Trotzdem ein Definitionsversuch:

Als Agile Organization bezeichnen wir die logische Weiterführung der agilen Werte von einzelnen Teams auf das gesamte Unternehmen und die Fortführung der Gedanken von Eigenständigkeit, Selbstverantwortung und Partizipation bei Fokussierung auf den Kundennutzen.

Agile Organization aus Sicht des Managements

Die Agile Organization ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Kultur, Organisation und Prozesse in unserem Unternehmen teilweise fundamental verändert hat. Seitens der Führungskräfte, Geschäftsführung und Gesellschafter gehört dazu Mut und der Wille, sich auf Experimente einzulassen, von denen man anfangs nicht weiß, ob man sie wieder rückgängig machen muss.

Als Manager muss man sich zurücknehmen und Mitarbeiter machen lassen, was sie für richtig halten. Das ist viel schwerer getan, als geschrieben. Schließlich glaubt ein Großteil der Welt da draußen noch immer an den omnipotenten Patriarchen, der Gutes für seine Mitarbeiter bewirken kann oder sogar muss, um das Unternehmen erfolgreich zu machen.

Warum agile Methoden auf das ganze Unternehmen ausweiten?

Wer Scrum in Teams richtig, umfassend und vollständig einführen will, kommt gar nicht umhin eine Agile Organization zu bilden und zu leben.

  • Selbstorganisation innerhalb der Teams: Größere Partizipation an den Unternehmensentscheidungen, mehr Raum für kreative Ideen.
  • Statt jeden Prozess bis ins letzte Detail kontrollieren zu wollen, Mitarbeitern die Möglichkeit geben, notwendige Entscheidungen rechtzeitig selbst treffen zu können.
  • Partizipation, Mitgestalten und Ernst-genommen-Werden: Motivation und Identifikation der Mitarbeiter
  • Entscheidungen dort treffen, wo die beste Informationslage vorliegt
  • Alle Mitarbeiter sind in Teams organisiert. Keine isolierten Einzelarbeiter.
  • Ganzheitlicher Ansatz im Unternehmen
  • Communities of Practice sorgen für Austausch innerhalb des Unternehmens.
  • ...

Arbeitsweise und Konzepte der agilen Organisation

Agile Org - partizipatives Change Management im Unternehmen

  • Gemeinsames Projekt über alle Teams hinweg zur Änderung von Prozessen im Unternehmen
  • Die Teilnehmer an dem "Agile Org" - Projekt rekrutieren sich selbst im Rahmen Ihrer Slacktime (20%-Zeit). Alle Aktivitäten, die während des Sprints entfaltet werden, müssen ebenfalls aus dieser Slacktime kommen. Jeder bestimmt selbst, wie viel er sich einbringt.
  • Jeder kann eine Story einreichen: Identifikation der User Stories für das "Agile Organization" - Projekt durch alle Mitarbeiter organisiert und voran getrieben
  • Ein Geschäftsführer als Scrum Master (bei uns Joachim Seibert)
  • Prokurist als Product Owner (nimmt sich bei Priorisierung aber weitgehend zurück)
  • Vor-Priorisierung der Stories durch Dotmocracy
  • Sprint Planning I und II in einem öffentlichen Meeting (Priorisierung der offenen Stories, relative Beschätzung der Story Points im Team, gemeinsamer Task-Break-Down)
  • Organisation des eigentlichen Sprints an einem öffentlichen Board in unserer Teeküche (Bild / Video in Teeküche)
  • Zweimal pro Woche findet ein Standup in der Teeküche statt. Die ständig wechselnden Teilnehmer (durch die Selbstrekrutierung) sind dabei einerseits interessant aber im Vergleich zu klassischen Scrum-Projekten mit festen Team-Mitgliedern auch eine große Herausforderung.
  • Frühstück von Bastians für alle Mitarbeiter zum Review eines Sprints des "Agile Org"-Projekts
  • Abstimmung aller Mitarbeiter über die Review-Ergebnisse
  • Retrospektive über den vergangenen Sprint

Zu Beginn haben wir das Projekt "Transitionsprozess zur agilen Organisation" genannt. Inzwischen ist uns klar, dass diese Transition niemals enden wird.

Open Space

  • Open-Space-Konferenzen: Interaktivität, Kommunikation, Austausch, eigenverantwortliche Arbeit ("Un-Konferenz")
  • Klassische Schulungen: 50% Gewinn aus der Schulung und 50% Gewinn aus der Kommunikation mit den Teilnehmern
  • Das Open-Space-Konzept hat zum Ziel, den Anteil an Kommunikation zu 100% zu machen.
  • Vom Strategie-Meeting im "Inner Circle" zum Einbeziehen aller Mitarbeiter
  • Ein gemeinsames Thema als Grundgerüst, die Räume und bestimmte Zeit-Slots sind vorgegeben.
  • Alle Teilnehmer sind als Mitgestalter zu verstehen und entscheiden selbst, worüber sie sich austauschen möchten und wie stark sie sich in die diversen Sessions einbringen. Jeder, der etwas Konstruktives beizutragen hat, kann auch an dem Treffen teilnehmen kann.
  • Ziel: Unsere Mitarbeiter an der Ausgestaltung der täglichen Prozesse beteiligen und die langfristige Unternehmensstrategie mitgestalten lassen
  • Das Open-Space-Konzept – Prinzipien, Regeln, Besonderheiten
  • Open Space: Wie das Format funktioniert und was dahinter steckt

Regelmäßige Retrospektiven in allen Bereichen

Wir stellen bei unseren Kunden in der "Agile"-Beratung fest, dass die Durchführung von Retrospektiven in Scrum-Teams schnell zurückgedrängt wird und in Vergessenheit gerät. Retrospektiven sind vornehmlich keine direkte Projektarbeit und erzeugen kaum kurzfristig direkt sichtbare Ergebnisse. Sie werden oft "wegrationalisiert".

Ein Ziel im Rahmen unseres "Agile Organization" - Prozesses war es, die Präsenz dieses wichtigen Instruments in wirklich allen Teams zu etablieren. Unabhängig davon, ob diese nach Scrum, Kanban oder irgendeiner Water-Scrum-ähnlichen Organisationsform folgen.

  • In allen Unternehmensbereichen führen unsere Teams regelmäßig Retrospektiven durch.
  • Gemeinsame und offene Bewertung der Zusammenarbeit
  • Gemeinsame Suche nach Möglichkeiten, als Teams noch besser zu werden
  • Jeder Mitarbeiter kann sich mit Lob, Kritik, Ideen und Vorschlägen gleichberechtigt einbringen.

Weitere Infos zu Retrospektiven:

Hackathons

  • Alternative zu klassischen Technologieschulungen und Workshops
  • Plattform für Rapid Prototyping, Innovationen und Technologieforschung
  • Mitarbeiter setzen ein kleines Projekt oder Small Venture an einem Tag um.
  • Praktischer und verwertbarer Ansatz
  • Ziel: Neue Technologien evaluieren und Spaß haben

Slacktime

  • 80% der Arbeitszeit produktive Arbeit ist für die meisten Mitarbeiter Vorgabe
  • 20% der Arbeitszeit stehen zur freien Verfügung für die Arbeit an eigenen Ideen und Interessen im Sinne des Unternehmens
  • Ziel: Mitarbeiter sollen an strategischen Zielen arbeiten, weil sie davon überzeugt sind und weil sie Lust darauf haben
  • Eigenverantwortung für den sinnvollen Einsatz der eigenen Arbeitszeit
  • Ideen für Slacktime-Angebote werden gemeinsam im Rahmen von Open-Space-Konferenzen ausgearbeitet.

Dotmocracy

  • Demokratische Form der Entscheidungsfindung in Unternehmen basierend auf einem Punktesystem
  • Bewertung der durch Mitarbeiter eingereichten Ideen
  • Dotmocray-Vorlagen:
    • Idee beschreiben
    • Dokument an das allen zugängliche Board hängen
    • Jeder kann seine Bewertung der jeweiligen Idee abgeben, Bedenken äußern und Chancen prognostizieren und sich so unmittelbar in die Entscheidungsprozesse des Unternehmens einbringen.

Agile Company Index

  • Internes Pendant zum Geschäftsklimaindex
  • Mitarbeiter sollen wöchentlich ihre geschäftlichen Erwartungen für die nächsten Wochen abgeben, die zusammengeführten Ergebnisse bilden dann den Indikator für die Unternehmensaussichten.
  • Whiteboard mit Magneten in der Teeküche transparent und für alle zugänglich

Lean Startup

  • Konzept von Eric Ries für die Produktentwicklung unter unsicheren Bedingungen
  • Aktuell sind drei Mitarbeiter für ein internes Lean Startup freigestellt und organisieren sich hier vollständig in Eigenregie

Weitere Elemente

  • Standups
  • Budget-Freiheit bei neuen Anschaffungen
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